600 Teilnehmer fordern ein Stopp der EU-Tiertransporte

ANIMALS UNITED und mensch-fair-tier luden mit diversen Organisationen zu einer Großveranstaltung auf dem Münchner Marienplatz ein. Lange Zeit wurde schlechtes Wetter vorhergesagt, doch selbst hier erhielten wir Zuspruch zu dieser Veranstaltung und durften bei sonnigem Wetter mit hunderten Teilnehmern/innen einen großartigen Tag erleben und den gequälten Tieren unsere Stimme verleihen.

Pünktlich um 10:50 Uhr eröffnete die Trommlergruppe „Drumadama“ aus München die Veranstaltung, die durch Peter Hübner von ANIMALS UNITED e.V. moderiert wurde.

Die Infostände waren alle sehr gut besucht und es konnten viele Gespräche geführt werden.
Mit Redebeiträgen, Musik und einer Podiumsdiskussion wurde die gesamte grauenvolle Thematik der EU-Tiertransporte beleuchtet.

Neben dem Sprecher der Sprecher des LAK Ökologie-Tiere-Natur-Umwelt und LAK Landwirtschaft des BN Bayern Ruppert Ebner traten auch Tilly Metz, Mitglied des EU-Parlaments und Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Stefan Bernard Eck, ehemaliges Mitglied des EU-Parlamentes, Tobias Giesinger, Kampagnenleiter Tiertransporte beim Verein gegen Tierfabriken (VgT), sowie Maribel Rico von den Animals Angels in einer Podiumsdiskussion auf.

Diese Diskussion zeigte die gemeinsamen Bedenken von Tierschützern und Vertretern der Landwirtschaft, sowie der Veterinärbehörden, die insbesondere die Nichteinhaltung der gesetzlichen Vorgaben kritisierte, wie auch die viel zu laschen Vorgaben zum Schutz der Tiere offenlegten.
Die Frage des Moderators Peter Hübner (ANIMALS UNITED e.V.) , welche die Verteilung der EU-Subventionen von annährend 50 Milliarden EUR betraf, löste einen gemeinsamen Schulterschluss aus. Es wurde kritisiert, dass hiervon insbesondere die Großbetriebe profitieren würden und dieses Geld eigentlich für die nachhaltige Landwirtschaft Verwendung finden sollte.

Die anschließende Demonstration durch die Münchner Innenstadt sorgte auch für Solidaritätsbekundungen der Passanten, einige schlossen sich spontan der Demonstration an, so dass dieser Demonstrationszug bis auf 600 Teilnehmer/innen wuchs.

Während der Abschlusskundgebung auf dem Marienplatz waren sich alle einig:
Es gibt keine Rechtfertigung für die grauenvolle Tiertransporte, die über Tage hinweg aus Europa auch in Drittländer durchgeführt werden, Transporte bei denen Tieren die Grundbedürfnisse wie Nahrung und Wasser teilweise verweigert werden, wo die gesetzlich vorgeschriebenen Entladezeiten während des Transportes missachtet werden und immer wieder Tiere während der Transportzeiten sterben.

Fotos: Bernd Wackerbauer



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