Tiertransporterstau vor Tönnies trotz brütender Hitze – ANIMALS UNITED stellt Strafanzeige nebst Strafantrag

Gleich mehrere unklimatisierte Tiertransporter mit Schweinen standen jüngst, bei über 30°, bis zu dreißig Minuten lang auf dem Warteplatz des Tönnies-Geländes in Rheda-Wiedenbrück. Anhand eines speziellen Falles, konnte der Sachverhalt mittels ungeschnittenen Videomaterials dokumentiert- und als Beweismittel gesichert werden.

Auszug aus unserer Klageschrift:

„Der Transporter wurde um kurz vor 17:00 Uhr auf das Gelände der Tönnies Holding ApS & Co. KG gelassen und auf einen Warteplatz gelotst, dort wurde von 17:07 Uhr bis 17:30 Uhr mit einem ungeschnittenen Video belegt, dass dieser Transporter unbewegt gestanden hatte. Die Temperaturen zu diesem Zeitpunkt lagen bei über 30 Grad im Schatten.“

Warenempfänger (Tönnies), Transporteur sowie alle weiteren, am Transfer- und Abladeprozess Beteiligten, haben sich diesbezüglich eines gravierenden Verstoßes gegen die Tierschutztransportverordnung schuldhaft gemacht, welche einen Lebendtransport bei Temperaturen von über 30° untersagt!

Aufgrund des Mangels an Klimatisierungsmitteln innerhalb der Lebendtiertransporter, sind die Tiere im Sommer nicht selten einer enormen Hitzebelastung ausgesetzt, die mit unglaublichem Leid einhergeht, welches als tierschutzgesetzeswidrig zu werten ist und zwingend einer vorausschauenden Transportplanung bedarf!
Die Transporter-Innenräume erreichen nicht selten eine Temperatur von bis zu 49°, was, in diesem Fall, eine Unterstellung eines Verstoßes gegen die Tierschutztransportverordnung legitimiert.

Empfehlungen der Landestierschutzbeauftragten besagen: „Ein Spielraum von fünf Grad mehr wird nur für eventuelle auftretende Fälle während des Transportverlaufes gestattet, damit das Fahrzeug weiter fahren kann. Tiertransporte innerhalb Deutschlands bei Temperaturen ab 30 Grad Celsius sind auf die kühlere Nachtzeit zu verlegen.“

ANIMALS UNITED stellt daher, durch den Leiter der „Kampagne Tiertransporte“, Peter Hübner, Anzeige nebst Strafantrag gegen den Fahrzeugführer des Transporters, gegen das Unternehmen Tönnies Holding ApS & Co. KG, sowie gegen alle weiteren – hinsichtlich des Transportes und der Verladung – involvierten Personen.

Es darf nicht sein, dass ein möglicher Bruch geltender Tierschutzverordnungen billigend in Kauf genommen- oder gar vorsätzlich einkalkuliert wird, um den Waren- und Prozessfluss der Fleischindustrie um jeden Preis aufrecht zu erhalten!

Fleischverzicht rettet Leben & Würde❗️



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