Behördenwillkür im Fall “SYKE”

Immer wiederkehrende Ereignisse lassen die Frage aufkommen: Wie ernst nimmt das Veterinäramt seine Arbeit und wenn sie arbeiten, für wen?

Die Ereignisse häufen sich immer wieder bundesweit, wo das Veterinäramt zu einem Tierschutz Skandal hinzugezogen wird und es am Ende heißt: Es ist alles ok, wir konnten keine Mängel feststellen.

So wie auch im kürzlich veröffentlichen Skandal eines Milchbetriebes bei Syke, den unsere Freunde von den „Metzger gegen Tiermord“ aufgedeckt haben. Hier wurden dem Veterinäramt unhaltbare Zustände geschildert, die mit Bildmaterial gesichert sind. Das Material wurde binnen 48 Stunden dem Veterinäramt angeboten, das Angebot verblieb ohne Reaktion.

Solch ein Versagen der Ämter stellt man im Tierschutz immer wieder fest und die Schuldfrage bleibt wie zu oft offen.

Wenn man sich das Videomaterial anschaut, welches die „Metzger gegen Tiermord“ veröffentlicht haben, so stellt sich uns die Frage: Warum musste Hilla nach der Kontrolle noch so lange leiden? Warum konnte das Veterinäramt die Kuh nicht ausfindig machen, die so schlecht auf den Füßen ist, dass es uns schwer fällt hier eine Diagnose zu stellen? Wie kann es passieren, dass so große Abszesse durch Spritzen passieren? Wurde kontrolliert, wie lange die Kuh mit dem Eiterabszess noch in der Melkung verblieben ist? Wie war es möglich, in der kurzen Zeit 300 Tiere zu kontrollieren?

Nach welchen Kriterien wird ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Tierhaltung begutachtet? Werden offensichtliche Verletzungen wie z. B. eine Verformung der Beine, offene-eitrige Wunden, fußball-große Haut Veränderungen am Körper, ein Euter so stark befüllt, dass die Kuh nicht mehr fehlerfrei laufen kann, übersehen? Oder ist der Veterinär so unter Zeitdruck dass er den Blick für das Tier nicht leisten kann? Oder ist so viel Zeit, dass sich der Veterinär die “Erklärungen” des Bauern ausgiebig anhören kann und dessen Ausreden Glauben schenkt?

Das Veterinärwesen umfasst nicht nur den Schutz des Menschen, sondern auch den Tierschutz. Dazu zählt: allgemeine Tiergesundheit Tierzucht und Tierernährung Milchüberwachung Tierkörperbeseitigung
und vieles mehr.

Zur allgemeinen Tiergesundheit zählt nicht nur die Überwachung der Betriebe mit dessen Tieren, sondern auch der Nachgang zu Meldungen bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz.
Wird diesem nicht nachgegangen, ist es eine Unterlassung von Hilfe zum Schutz des hilfebedürftigen und schutzlosen Tieres.

Solche Missachtungen, die zum Schutz der Tiere auferlegt wurden, sollten nicht ohne Konsequenzen bleiben. Wir von ANIMALS UNITED e.V. wünschen uns den Einsatz vom Veterinäramt der den Tieren gebührt. Nicht nur Hilfe in der größten Not, sondern stetige Hilfe mit unangemeldeten Kontrollen. Veterinäre mit offenen Augen und Herzen, die die Unterstützung von Tierrechtlern annehmen, um eine unnötige qualvolle Haltung von Tieren auf Bauernhöfen und im privaten Setting zu verhindern. Veterinäre, die ihre Aufgabe auf ein fühlendes Lebewesen zu achten, ernst nehmen und die wirtschaftliche Gefangenschaft der Tiere so leid- und schmerzfrei wie möglich umsetzen.



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