Beihilfe für Nerz-Farmen
Das Entsetzen bei vielen Leuten war groß, als im Herbst letzten Jahres eine Maßnahme zum Schutz vor Corona-Mutationen umgesetzt wurde: Die Tötung der Nerze in Dänemark. Die Zuständigen vergasten Millionen von Tieren. Auch andere Methoden wurden angewandt. Der Grund: Gefährliche Mutationen des Coronavirus traten bei den Nerzen auf. Das ist kaum verwunderlich, denn die Nerze -die in der Natur Einzelgänger sind und von Gruppen gestresst werden- leben in großer Zahl auf enger Fläche zusammen.
Jetzt gibt es neue Entwicklungen, denn es wurde beschlossen, dass die Nerzfarmer:innen finanzielle Entschädigungen erhalten sollen.
“Die Dänische Regierung hat weitreichende Maßnahmen ergriffen, um die Verbreitung neuer Coronavirus-Varianten und neue Ausbrüche unter Nerzen zu verhindern, welche eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit der Menschen in Dänemark und darüber hinaus darstellen. Die 13 Milliarden Dänische Kronen- Maßnahme, die heute genehmigt wurde, wird es Dänemark ermöglichen, die Nerzfarmer:innen und ähnliche Unternehmen für die Verluste zu entschädigen, die in diesem Zusammenhang aufgetreten sind”, begründet das Margrethe Vestager, EU-Kommissarin für Wettbewerb. (Übersetzung von Animals United, Originalzitat hier: https://ec.europa.eu/com…/presscorner/detail/en/IP_21_1491)
Der Entscheidung kann man zugute halten, dass es auch finanzielle Hilfe für diejenigen Farmer:innen geben soll, welche diese tierquälerische Industrie verlassen wollen.
Abgesehen davon, kann Animals United den Beschluss der EU nur kritisieren: Nicht nur scheint sie gesundheitspolitisch keinen Sinn zu ergeben. Inzwischen ist bekannt, dass sich Viren und Bakterien besonders gut da verbreiten (und mutieren) können, wo viele Tiere auf engem Raum gehalten werden – noch dazu verwundete. Doch in erster Linie: Die Pelz-Industrie quält Generationen über Generationen von Nerzen und anderen Tieren, nur für ein Luxusprodukt. Das ist weder zeitgemäß noch ethisch vertretbar.


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