Das Frieren der Castroper Lämmer

Geboren im Schnee: Das Frieren der Castroper Lämmer

 

Schnee und Eis bedecken die Weide eines Castroper Schäfers… Tiefster Winter herrscht in der Deusener Straße, welche an die Koppel grenzt… Mutterschafe sind gezwungen, ihre Jungtiere in bis zu 40 Zentimeter hohem Schnee zu gebären, wo die Kleinen – feucht, schutzlos und geschwächt von den Strapazen der Entbindung – der ganzen Härte und Erbarmungslosigkeit der „lebensfeindlichen Kälte“ ausgesetzt sind.

Bereits am Wochenende habe der „Rundblick“, unter informeller Widergabe einer ansässigen Tierschutzorganisation, über einige Lämmer berichtet, welche fast erfroren seien: „Während die älteren Schafe zumindest mit der Kälte fertig werden, leiden die Lämmer Höllenqualen. Viele von ihnen sind so jung, dass sie noch kein dichtes Fell haben. Zitternd stehen sie auf der Weide, das dünne Fell auf dem Rücken der Lämmer ist bereits gefroren. Milch gibt es für sie auch kaum, da die Mutterschafe unter dem dichten Schnee kaum Gras finden, das nicht gefroren ist.“

Nach einer Sichtung der Weide durch die „Arche90“ und einer Tierärztin, sei ein Abtransport der frierenden Tiere veranlasst worden, welcher auf wenig Gegenliebe seitens des Schäfers stieß. Dieser versprach letztlich, den Anweisungen der Veterinär*innen Folge zu leisten und die Tiere zeitnah in einer geschützten Stallung unterzubringen. Bei einer Nachkontrolle am nächsten Morgen stellten die Tierschützer*innen mit Entsetzten fest, dass der Tierhalter zwar die Jungtiere abtransportiert- nicht aber die Muttertiere an einen warmen Ort verbracht hatte: „Wo er die Lämmer nun untergebracht hat, ist unklar. Im Stall in Castrop sind sie laut einem Informanten jedenfalls nicht angekommen.“

Eine derart radikale Trennung ist für Jung- sowie für Muttertiere höchst traumatisch und absolut unverantwortlich! Den Lämmern wird die natürliche Nahrungsaufnahme und Interaktion mit ihren Müttern verwehrt- die Euter der Muttertiere schwellen schmerzhaft an, da diese sich weiterhin mit Milch füllen, welche nicht abfließen kann.

Zwar erlauben geltende Verordnungen die Außenhaltung von adulten Tieren bei erheblichen Temperaturstürzen – Jungtiere jedoch, insbesondere frisch geborene, sind aus tierärztlicher Sicht zusammen mit ihren Muttertieren während der Wintermonate und im Idealfall bereits vor der Ablammung in einer wärmenden Stallung unterzubringen – So warnt „wir-sind-tierarzt.de“: „Lämmer verlieren innerhalb der ersten fünf Lebensstunden schnell an Körperwärme, da sie noch nass sind und nasse Wolle nicht ausreichend gut isoliert.“ Schon ab einer Körpertemperatur von 37 Grad, gerieten Lämmer in einen gefährlichen Zustand der Unterkühlung. Quelle: Kälteeinbruch: Lämmer brauchen Wärme – wir-sind-tierarzt.de (wir-sind-tierarzt.de)

Alle behördlichen Instanzen seien über die unhaltbaren Zustände auf der Castroper Weide bereits in Kenntnis gesetzt und erführen Druck seitens ansässiger Tierschützer*innen.

Quelle: Das Leiden der Lämmer – Tierschützer geben nicht auf: „Diese Qual muss enden!“ | Rundblick Unna (rundblick-unna.de)

Wir werden die „frierenden Lämmer von Castrop“ weiterhin im Auge behalten- Ihrem Leid in der Kälte zu öffentlicher Präsenz verhelfen, um zusätzlichen Druck auf amtliche Organe nebst des fehlagierenden Tierhalters auszuüben- Für Tierrechte.  Denn Mitleid ist zu wenig!

 

 

 

 

 



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