Das Glücksschweinchen

Wer kennt es nicht? Das Glücksschweinchen, das einen Cent im Rücken stecken hat als Symbol für das Glück! Oder die Redewendung “Schwein gehabt”!? Viele haben eine Spardose zu Hause stehen, das sogenannte Sparschwein. In unserer Gesellschaft wird das Schwein als ein positives Symbol gesehen, das Glück darstellt und das liebe Geld sichert.

Aber ist es wirklich ein Glück von dem Tag seiner Geburt an, in einem stickigen, stinkenden Raum ohne Tageslicht zu sein? Nie die Nähe, Wärme und Zuwendung seiner Mutter spüren zu können?
Hat das Ferkel wirklich “Schwein gehabt”, wenn es ohne Betäubung zwangskastriert wird? Ist es für die Sau ein Glück besamt oder anders gesagt vergewaltigt zu werden, damit ihre Kinder dann ein glückliches Leben ohne mütterliche Zuwendung und ohne Mutter erleben werden?

Oft gelesen und immer wieder geglaubt!… Label Tierwohl oder Schweine aus glücklicher und artgerechter Haltung. Fühlt das Schwein sich wohl in engen Kastenständen wo es sich nicht bewegen kann? Ist es artgerecht ein Schwein auf Spaltenboden, in seinem eigenem Siff, einzusperren? Sie rutschen durch Urin und Kot auf dem Boden aus, verletzen sich. Durch mangelnde Hygiene sowie Versorgung entsteht aus einer blutigen Platzwunde ein eitriges Abszess oder noch Schlimmeres. Schweine sind hochintelligente und soziale Wesen, die verrückt werden in ihrem dunklen, kalten, versifften Loch! Sie fangen an sich gegenseitig zu beißen, was zur Folge hat, dass große Wunden entstehen durch das Abbeißen des Schweineschwanzes von seinem Artgenossen, sofern diese vorab nicht prophylaktisch entfernt wurden.

Ca 6 Monate vegetiert das Glück bringende Schwein in diesen grausamen Zuständen, bis der LKW kommt. Dann werden die Schweine in den Käfig auf Rädern getrieben, um dann durch die Weltgeschichte über Stunden gekarrt zu werden. Angst und Stress sind auf der Fahrt ihr ständiger Begleiter und um dies abzubauen, beißen die Schweine immer wieder in die Gitterstäbe.
Dehydriert und ausgehungert am Ziel angekommen, wird das Schwein begrüßt aus einem Geruchsmix aus Blut und Tod.

Was ein Glück, die Tür von dem LKW öffnet sich und die Schweine laufen einen Weg entlang in eine Halle, wo aus dem Glücksschwein ein Sparschwein wird. Ach ja, mit Glück klappt es mit der Elektrozange und der Strom leitet gut, so dass das Schwein direkt umfällt damit man es aufhängen kann, um ihn dann die Kehle aufzuschlitzen! Nachdem sich eine Blutlache unter dem Sparschwein gebildet hat und das glückliche, artgerecht unter Tierwohl gehaltene Schwein, keine Lebensfreude mehr zeigt wird es zerhackt…
Zerhackt um dann in die bekannten Supermärkte zu gelangen, wo es dann als gutes Produkt angepriesen wird.

Es ist eine Verbraucherlüge, die der Gesellschaft aufgetischt wird! Kein Schwein fühlt sich glücklich in solch artfremden und erbärmlichen Zuständen. Egal welche Haltungsform, ob Tierwohl oder nicht… das Schwein hat seit Beginn seiner Geburt kein Glück gehabt und wird zum Sparschwein in unserer Gesellschaft im Sinne von Geiz ist geil!

Werbeslogans, unechte Bilder, die eine Wunschvorstellung suggerieren und unsinnige Labels manipulieren den Käufer! Dem Käufer wird auf Kosten der Tiere ein gutes Gewissen gratis mit verkauft, denn die wenigsten Käufer würden Fleisch kaufen, wenn sie, wie auf Zigarettenschachteln, das wahre Elend auf ihrem Fleischprodukt sehen würden.

Da hat also nicht das Schwein “Schwein gehabt”, sondern die Menschen, die für diese Verbraucherlüge verantwortlich sind, um sich ihren blutigen Profit in ihr Sparschwein stopfen zu können.


https://www.bmel.de/…/tiere/nut…/schweine/schweine_node.html



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