Das Leid der Osterlämmer
Morgen ist Ostersonntag. Traditionell werden an den Osterfeiertagen vor allem Osterlämmer gegessen. Hinter dieser Tradition steckt mehr als nur der Genuss. Grausamkeit und Leid prägen diese Tradition. Ein Osterlamm, so niedlich der Name auch klingt, ist ein Säugling bzw. ein Baby.
Lammfleisch wird vor allem aus dem Ausland importiert. Hier in Europa ist die Schafhaltung einfach nicht mehr profitabel genug. Neuseeland, Großbritannien, Frankreich, Australien und Italien sind häufige Lammfleischlieferanten.
Zusätzlich zu den Importen werden jährlich bis zu 900.000 Lämmer in Deutschland getötet.
Lämmer sind häufig noch im Säuglingsalter, wenn sie von ihrer Mutter getrennt und getötet werden.
Es wird zwischen Milch- und Mastlämmern unterschieden. Erstere sind zwischen zwei und sechs Monaten alt. Mastlämmer zwischen sechs Monaten und einem Jahr.
In ihrem kurzen Leben müssen die Lämmer trotzdem viel Leid erfahren. Die Trennung von Mutter und Kind ist für beide sehr verstörend und traumatisierend. Enge Ställe, Misshandlungen, Schläge und Tritte müssen die Babys über sich ergehen lassen. Es erfolgt nicht wirklich eine medizinische Behandlung bei kranken Tieren.
Auch der Transport ist für die Tiere keine schöne Erfahrung. Von Land zu Land werden die Osterlämmer transportiert, um jeden Bedarf abzudecken. Zusammengepfercht und bis zu 28 Stunden werden die Tiere transportiert. Es erfolgt keine Versorgung, kein Futter, kein Wasser. LKWs voller kleinen Lämmer fahren durch ganz Europa für ein bisschen “Genuss” des Menschen.
Der Transport findet teilweise auch per Schiff statt. Bis zu drei Wochen kann eine solche Reise dauern. Eine Tortur für die Säuglinge.
Nach dem Transport geht es weiter mit der Quälerei. Die Schlachtung steht an. Oft wird die Elektronarkose angewendet, welche die Tiere vor der Tötung betäuben soll. Leider wird diese Anwendung oft falsch oder nicht korrekt durchgeführt und die Lämmer sterben bei vollem Bewusstsein.
Die Lösung für ein schönes und vor allem Tierleidfreies Osterfest ist eigentlich ganz einfach. Keine toten Tiere und pflanzliche Alternativen auf den Tisch.
Die Werte des Osterfestes können doch viel besser ohne Leid und Qualen von Tieren vertreten und gelebt werden.
Gibt es Osterlamm auf dem Ostertisch, so feiert man nicht die Auferstehung und das Leben, sondern man zelebriert Elend und den Tod von fühlenden Lebewesen und vor allem von Babys.
Also in diesem Sinne auf ein friedliches und tierleidfreies Osterfest.


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