Das traurige Leben der Elefanten im Zirkus

„Der Zirkus kommt in die Stadt“, so schallte es früher durch alle Gassen und die Bevölkerung war freudig erregt.
Exotische Tiere wurden dem staunenden Publikum vorgeführt, jeder stellte sich die Frage: „Wie funktioniert das?“

Das funktionierte nur durch Brechen des eigenen Willens. Während früher noch Wildfänge mit Gewalt dressiert wurden, bemüht sich die Lobby inzwischen das natürliche Verhalten gezüchteter Tiere frühzeitig durch unnatürlich antrainiertes Verhalten zu ersetzen.

Zitat: >Die Folge dieser nicht artgemäßen Lebensbedingungen: Fast alle Zirkustiere sind verhaltensgestört und ihre Knochen und Gelenke ruiniert.<

>Bei jedem Auftritt vor Publikum werden die Dickhäuter zu unnatürlichen Bewegungen genötigt, wovon sie auf Dauer krank werden. Sie müssen auf Anruf Männchen machen – also hoch mit den Vorderbeinen und auf den Hinterbeinen mit einem Gewicht von bis zu 4000 Kilogramm stehen. Sie müssen trotz ihrer Länge von fünf bis fünfeinhalb Metern auf Drahtseilen oder Bällen balancieren, tanzen, hüpfen, sich hinlegen. Dann werden sie mit dem spitzen Haken in der Hand des Dresseurs dazu gebracht, dass sie sich wieder hochwuchten, im Kreis laufen und mit anderen eine Pyramide bilden. Dabei werden die grauen Riesen bisweilen immer noch in Trachten gesteckt und mit Babymützchen versehen. Hinzu kommt die Reisetätigkeit im Zirkusbetrieb: Bis zu 50 Mal im Jahr werden die Tiere in Lastwagen gekarrt und müssen Ortswechsel über sich ergehen lassen.<

Diesen wunderbaren Geschöpfen wird nicht nur ihre Freiheit geraubt, sie müssen sich auch einem nicht artgerechten Leben stellen. Dieses wird schon dadurch sichtbar, dass selbst heute noch Elefanten teilweise mit Eisenkette fixiert werden.

Immer wieder kommt es zu Szenen, in denen sich diese mächtigen Tiere gegen ihre Qualen zur Wehr setzen, wie die Elefantenkuh “Baby”, die vor fünf Jahren in Buchen aus dem Zirkus “Luna” ausbüxte und einen Mann tödlich verletzte.
Wir gehen davon aus, dass viele Situationen gar nicht an die Öffentlichkeit gelangen, da nur wenige Stunden Publikumsverkehr vor Ort ist.

Selbst beim „Vorzeigezirkus“ Krone gab es 2018 diverse Probleme mit den Elefanten – ob dieses Auslöser für die Aussetzung der Elefantenvorführung 2019 war, weiss nur der Zirkus Krone.
So brach die Elefantendame Kenia im Juni 2018 in Neuwied aus dem Zirkus Krone aus und lief Richtung Stadt – ein Glück, dass hierbei niemand zu Schaden kam.


https://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.etliche-videos-…

Nur einen knappen Monat später gab es in der Manege eine gefährliche Situation, als die Elefanten sich gegenseitig angegriffen hatten.


https://taz.de/Unfall-bei-Zirkus-Krone-in-Osnabru…/!5515966/

Es wird Zeit dieser „Zurschaustellung“ von Wildtieren endlich Einhalt zu gebieten!

Wir freuen uns, dass inzwischen auch Medien kritisch diesem Gewerbe auf die Finger schauen, wie der aktuelle Beitrag der Rhein-neckar-Zeitung deutlich zeigt.


https://www.rnz.de/…/magazin_artikel,-elefanten-im-zirkus-r…



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