Die Hölle in der Hölle – Stallbrände

Nicht selten hört und liest man in den letzten Wochen und Monaten von vernichtenden Bränden in deutschen Ställen, welchen tausende von Tieren zum Opfer gefallen sind.

– Großbrand auf einem Geflügelhof bei Ansbach vor zwei Wochen – 5.500 Puten verbrannt.
– 18. März: Feuer in einer Schweinezucht in Herne – 2.500 Ferkel gestorben.
– 17. Januar: Brand innerhalb eines Mastbetriebes in Neualbenreuth – 300 Schweine verendet.

Jedes Jahr brennen in Deutschland unzählige Stallungen… und mit ihnen die darin befindlichen Tiere…
Ursächlich sind unzureichender Brandschutz und defizitäre Elektroanlagen wie bspw. Lüftungen.

Die Panik und den Todeskampf der eingepferchten Feueropfer innerhalb der entflammten Stallungen, vermag man sich nicht einmal vorzustellen. In den allermeisten Fällen gibt es für die Tiere, in ihren fensterlosen Massengefängnissen, kein Entkommen und sie sind dazu verdammt, lebendig zu verbrennen… Ein Tod, wie er grauenhafter nicht sein könnte.

Brandprävention? Fehlanzeige!

„In vielen Ställen gibt es keine Brandschutzmauern, Sprinkleranlagen oder wenigstens eine ausreichende Löschwasserversorgung. Seit Jahren diskutiert die Politik über mehr Brandschutz für Nutztiere, doch bisher können sich Bund und Länder nicht auf bundesweite Maßnahmen einigen.“

Laut einer Statistik des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft kommt es pro Jahr zu rund 5000 Brandfällen innerhalb landwirtschaftlicher Betriebe. Im Durschnitt sind das 14 Brandfälle jeden Tag. Im Zuge dieser Brände verenden Zehntausende Tiere. Die aller meisten dieser Fälle werden lediglich durch kleine Lokal-Blätter publiziert- die große Öffentlichkeit nimmt dadurch kaum Notiz von diesen Katastrophen.

https://www.swr.de/…/did=2527…/nid=233454/1xf73zf/index.html

Was die zwingend notwendige Optimierung der Brandprävention innerhalb landwirtschaftlicher Betriebe betrifft, drückt man seitens der Politik gerne beide Augen zu, um die Nutztierindustrie nicht in finanzielle Bedrängnis zu bringen, indem man diese mit tierschutzkonformen Auflagen behelligt.

Wie kann es sein, dass unzählige Tiere täglich den Feuertod sterben, ohne dass seitens der Obrigkeiten schadensbegrenzend eingegriffen- und interveniert wird?

Wie kann es überdimensionale Superställe geben, wenn sich mit der Größe dieser auch der Brandschutz minimiert? Warum wird die integrierte Technik in derartigen Anlagen nicht regelhaft gewartet und erneuert, wenn deren gestörte Funktionalität doch in den allermeisten Fällen ursächlich ist?

Wie kann es sein, dass dieser qualvolle Tod, welchen jährlich zehntausende leidfähige Geschöpfe sterben müssen, billigend in Kauf genommen- und zudem medial „unter den Teppich gekehrt“ wird?!?

Fleischverzicht rettet Leben & Würde!



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