Die Schizophrenie der behördlichen Handlung im Falle des Syker Tierskandals

Ein Kommentar von unserem Kampagnenleiter Peter Hübner

Inzwischen sind die ersten Wochen nach Veröffentlichung des Syker Tiermissbrauchs ins Land gezogen. Nach heftigen Angriffen seitens des Landrates Cord Bockhop ( CDU und ehemaliger Angestellter der Niedersächsischen Tierseuchenkasse in Hannover ) und Zurückweisung sämtlicher Anschuldigungen, musste nun zurückgerudert werden.

Zwei Tiere mussten, obwohl der zuständige Veterinär angeblich jedes Tier begutachtet hatte und alles in Ordnung gewesen war, eingeschläfert werden. Dieses zeigt zumindest die fachliche Kompetenz des Mitarbeiters auf – es sei denn, er hätte gar nicht richtig kontrolliert, was dann ebenfalls ein Skandal wäre.

Die geleugneten Tiermissbräuche wurden ebenfalls zugegeben und führten zu Konsequenzen. Einzelfälle, „so etwas kommt nicht mehr vor“ und so weiter und so fort. Wie oft haben wir diese Ausreden schon gehört und ehrlich, wäre das Material nicht veröffentlicht worden, so wären auch diese Eingeständnisse niemals erfolgt.

Die Krönung des gesamten Versagen jedoch, spiegelt sich in den Aussagen des Landrates Cord Bockhop wider, der u.a. ausführte:

> Bockhop wirft Hübner etwa ein beständiges Vermischen der Begriffe „Behörden“, „Staatsanwaltschaft“ und „Veterinäramt“ vor und stellt klar: „Die Anzeige, von der er da spricht, ist bei der Staatsanwaltschaft eingegangen, nicht bei uns. Die Staatsanwaltschaft hat ermittelt und das Verfahren eingestellt. Das hat sie Animals United auch mitgeteilt.“<

Hier erinnern wir an die Comic Serie Asterix und Obelix bei den Römern, die den „Passagierschein A38“ erlangen müssen.
Die Aufgabe erscheint leicht, es handelt sich um einen verwaltungstechnischen Vorgang: Asterix und Obelix sollen sich den Passierschein A 38 besorgen. Aus dem „Haus, das Verrückte macht“. Das direkte Auftragsgespräch ist eigentlich klar, auch wird deutlich dass die Szene eine Parodie auf so manchen Behördengang und Verwaltungen ist.

Schalter Zwei ist nicht besetzt, erneut landen die Beiden beim Pförtner. Und „ohne rosa Formular, kein blaues Formular“ – dafür braucht man aber wieder einen Antrag. Gelbes, grünes, hellgraues Formular – Asterix und Obelix werden von Büro zu Büro geschickt und sind in einer Welt verfangen, die so unübersichtlich ist, dass letzten Endes Obelix fast verrückt zu werden droht. Warum eigentlich?

Diese 10 Minuten sollte man sich gönnen, denn der Ausschnitt aus „Asterix erobert Rom“ hat einen sprichwörtlichen Ausdruck geprägt: „Passierschein A 38“ als Ausdruck für eine Situation aus der man wegen dessen Absurdität einfach nicht entkommen kann.

Passagierschein A 38

https://youtu.be/OIPS4ghHdMc



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