Ende der betäubungslosen Entmannung

Ende des Ferkel-Leids ?

Nach sieben langen Jahren der Übergangsfrist ist die betäubungslose Kastration von Ferkeln, welche zum Zwecke der Vermeidung des Eber-typischen Geruches im Fleisch praktiziert wird, seit dem 1. Januar endlich verboten. Wo Landwirte das Skalpell bislang ohne jegliche Anästhetika an knapp 20 Millionen männlichen Tierkindern jährlich ansetzten durften, sind Ferkelerzeuger nun gezwungen, auf schmerzausschaltende- oder schmerzfreie Alternativen auszuweichen.

So stehen folgende Alternativen zur Wahl:

– „Ebermast (d.h. die Mast unkastrierter Eber)

– Impfung gegen Ebergeruch (sog. Immunokastration)

– Kastration unter Vollnarkose durch einen Tierarzt. Diese Methode wird bereits bei Neuland-Betrieben praktiziert.

– Kastration unter Lokalanästhesie durch den Landwirt. Land- und Fleischwirtschaft favorisieren diesen sogenannten „skandinavischen Weg“, der in Dänemark bereits praktiziert wird. Tierschützer lehnen die Methode aber ab, da auch sie Schmerzen für die Jungtiere bedeutet.“

Quelle: https://utopia.de/verbot-ferkelkastration-107774/

Angesichts des Mehraufwandes, hinsichtlich der Beschaffung entsprechender Gerätschaft und  Handhabungs-Schulungen, deren Notwendigkeit mit der methodischen, tierschutzkonformeren Wende einhergeht, herrsche seitens der Bauernschaft vielerorts Ratlosigkeit…

So schrieb die „agrarheute“:

„Tag X ist da. Das betäubungslose Kastrieren von Ferkeln gehört seit heute, dem 1. Januar 2021, der Vergangenheit an. Und das in einer Zeit, in der Ferkelerzeuger aufgrund von Corona, Afrikanische Schweinepest und Schweinestau stärker gebeutelt sind denn je. Landwirte fragen sich, ob die Ferkelerzeugung in Deutschland noch sinnvoll ist oder der Ausstieg nicht doch die bessere Alternative wäre.“

Nach sieben langen Jahren der Übergangsfrist, wovon zwei davon (ursprünglich war das Verbot für Anfang 2019 angesetzt) noch zusätzlich eingeräumt worden waren und die unsägliche Ferkel-Folter um einen nicht unerheblichen Zeitraum in die Länge gezogen wurde, sehe man sich mit dem „unverhofften“ Verbot gänzlich überfordert.

Seitens der Bauernschaft hoffe man auf eine mögliche Etablierung der „Kastration unter Lokalanästhesie durch den Schweinehalter.“ Da diese aber lediglich eine Schmerzlinderung gewährleiste, das Tierschutzgesetzt aber eine gänzliche Schmerzausschaltung verlange, sei diese Methode bis dato nicht spruchreif.

Die „agrarheute“ spekuliert: „Zunächst müsste also das Tierschutzgesetz geändert werden, damit die lokale Anästhesie durch den Landwirt in Deutschland möglicherweise doch noch erlaubt wird.“

Ganzer Artikel der „agrarheute“:  Ferkelkastration am Tag X angekommen | agrarheute.com

Wir erachten dieses längst überfällige Verbot als reine Schadens- und Leidbegrenzung. Auch wenn die zukünftigen Kastrations-Praktiken mit einem geringeren Maß an operativem Schmerzaufkommen verbunden sind, so ist doch fraglich, inwiefern eine postoperative Nachversorgung, nebst Infektionsprävention gewährleistet werden kann und wird.

Trotz möglicher Schmerzreduktion sind weiterhin knapp 20 Millionen Tierkinder jährlich – sollte die Impfmethode keine Verwendung finden – dazu gezwungen, den immensen Stress eines maximalinvasiven operativen Eingriffes über sich ergehen zu lassen, welcher nur eines neutralen Fleischgeruches wegen regelhaft praktiziert wird.

Fleischverzicht retten Leben & Würde!

Wohltuende Gesänge

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