Enten in Kasernen-Klos – Großrazzia nahe Passau

Enten in Kasernen-Klos & sterbende Rinder – Beschlagnahmung bei Großrazzia nahe Passau

„Mehrere hundert Tiere, darunter 40 Rinder, 300 Ziervögel, 250 Nutz- und Wasservögel, Tukane, Affen, Alpakas, Schildkröten und weitere Reptilien“, wurden von einem verantwortungslosen Pivat-Tierhalter auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände in Kirchheim bei Pocking unter unsäglichen tierschutzwidrigen Bedingungen gehalten… Und das, obwohl besagter Tier-„Besitzer“ in der Vergangenheit bereits mehrmalig von den zuständigen Behörden angemahnt- und zu optimierenden Maßnahmen angehalten worden war…

In einer großangelegten Beschlagnahmungs-Aktion, welche viele Monate der Vorbereitungen in Anspruch nahm, wurden die unterversorgten Tiere ihren Gefängnissen entnommen und in umliegende Auffangstationen und zu „privaten Tierhaltern“ verbracht. Aufgrund der Verlade- und Transport-Schwierigkeiten – speziell die exotischen Tiere betreffend – sei dabei der Einsatz mehrerer Tierärzt*innen von Nöten gewesen.

„Das Landratsamt spricht von der größten Aktion dieser Art, die jemals im Raum Passau stattgefunden habe. Mehrere Mitarbeiter des Veterinäramtes, des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und der Regierung von Niederbayern waren zwei Tage lang damit beschäftigt, die private Tierhaltung auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände und an zwei weiteren nicht genannten Standorten aufzulösen. Geholfen haben auch eine Tierschutzorganisation und ein spezialisiertes Tiertransport-Unternehmen.“

Das zuständige Landratsamt beschreibe die Haltungsbedingungen als „völlig unzureichend“. Hunderte Wasservögel fristeten ihr trauriges Dasein auf den gefliesten Böden ehemaliger Kasernen-Waschräume- und Toiletten. Zwei Rinder mussten aufgrund ihres desolaten Zustandes direkt vor Ort eingeschläfert werden.

„Der Tierhalter war schon mehrere Male ins Visier von Behörden und Tierschützern geraten. Zuletzt wurden bei einer Razzia im Sommer 2020 “unhaltbare Zustände auf dem weitläufigen Gelände” festgestellt. Außerdem stieß man auf mehrere tiefgefrorene Tierkadaver. Weil mündliche Verwarnungen nicht geholfen hätten und sich der Zustand der Tiere weiter verschlechtert habe, ordneten die Behörden jetzt die Auflösung des Tierbestandes an.“

Quelle: Razzia im Kreis Passau: Behörden beschlagnahmen hunderte Tiere | BR24

Es ist nicht tragbar und absolut unverständlich, dass sich der Zustand der fehlgehaltenen Tiere erst derart verschlechtern musste und einige dieser das Horror-Gelände nur noch euthanasiert verlassen konnten, ehe die zuständige Behördschaft sich in ihrer Pflicht sah!

Es kann und darf nicht sein, dass unumgänglichen lebensrettenden Maßnahmen erst erfolglose mündliche Verwarnungen voraus gehen und derartige Missstände zum Leidwesen der Tiere bis aufs Äußerste ausgereizt werden, ehe diese konsequent und wirkungsvoll behoben werden!

 

 



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