Für ein Herbstfest OHNE Ponykarussell

Für ein Herbstfest OHNE Ponykarussell – ANIMALS UNITED- Ortsgruppe zeigte mit ARIWA & PETA ZWEI geballte Präsenz in Rosenheim ❤️

Rosenheim 12. September 2020: Über 60 Aktivist*innen aus Rosenheim und München demonstrierten am vergangenen Samstag in der Rosenheimer Innenstadt für ein Verbot des Ponykarussells auf dem Rosenheimer Herbstfest.

In der Rosenheimer Fußgängerzone versammelten sich am 12.09.20 gegen 12 Uhr Aktivist*innen von den Tierrechtsgruppen ARIWA, ANIMALS UNITED e.V. und PETA ZWEI und appellierten vor allem an den Wirtschaftlichen Verband der Stadt und des Landkreises Rosenheim e.V. sowie an Stadtrat und Bürgermeister, das Ponykarussell auf dem Rosenheimer Herbstfest endlich zu verbieten.

Die Demonstration begann mit einer Rede von Andreas Kulot (Animals United AG-Leiter). Dabei zählte er eine beeindruckend lange Liste von deutschen Städten auf, die das Ponykarussell bereits verboten haben und damit der breiten Meinung der Bevölkerung beipflichten. “[…] bei vielen Umfragen erleben wir immer das gleiche Ergebnis, der Großteil der Menschen erachtet ein Ponykarussell als Tierquälerei und fast 60% fordern sogar ein Verbot. Dazu gehören auch Tierschutzverbände und Veterinärmediziner*innen.” so Andreas Kulot.

Unterstützt wurde die Aktion auch vom Tierschutztheater e.V. aus München. Die Schauspieler*innen zeigten ein Stück, in dem es um den Zwist zwischen einem Geschwisterpaar geht und um die Frage, ob das Ponyreiten auf dem Volksfest nun Tierqual ist oder nicht. Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Eltern der beiden Geschwister, die mit ihrer Erziehung die Werte ihrer Kinder prägen. So lassen die Schauspieler die Frage am Ende offen, doch ihre Botschaft kommt definitiv an: wir als Konsumenten stimmen letztendlich mit unserer Kaufentscheidung ab.

In der zweiten Rede, klärt auch Sasa Grosser (Co-Organisatorin) über die Missstände der Attraktion Ponykarussell auf: “[Die Ponys] werden von Fest zu Fest gekarrt und müssen den ganzen Tag im Kreis laufen während hunderte Kinder sie anfassen und von allen Seiten Musik ertönt.” und sie beendet ihre Rede, passend zu dem zuvor aufgeführten Theaterstück, mit einem Appell an die Eltern: “Bitte klären sie ihre Kinder kindgerecht über das Thema Ponykarussell auf und unterstützen sie solche Betriebe nicht!”

Um 14 Uhr startete die Laufdemo durch die Innenstadt von Rosenheim, bei der die Aktivist*innen lautstark auf ihre Forderung aufmerksam machten: “Schluss mit dem Profit auf Kosten der Tiere” und “Kinder und Ponys sind kein Kapital” waren unter anderem die Ausrufe, die zu hören waren.

In der Abschlusskundgebung schilderte Andreas Kulot eindrucksvoll das Ponykarussell aus Sicht eines Ponys. “Eigentlich bin ich ein Fluchttier und habe eine natürliche Angst gegenüber Menschen.” beginnt er seine Rede und beschreibt dabei, wie die sensiblen Tiere auf einem Volksfest mit tausenden von Menschen und lauter Musik konfrontiert werden. “Ich laufe den ganzen Tag in der Sonne im Kreis. Trinken bekomme ich nur wenig damit ich nicht pieseln muss, denn die Menschen mögen es nicht wenn Ponys aufs Klo müssen.”, beschreibt er so weiter die Haltebedingungen aus Sicht eines Ponys. Seine emotionale Rede schließt er mit dem Satz “Ich bin dein Ponykarussell, weil meine Rechte nicht zählen.” ab, bevor er gegen 15:30 Uhr die Demonstration für beendet erklärte

Dabei ist die Demonstration nur ein Teil einer größeren Kampagne, welche die drei Tierrechtsorganisationen in Bezug auf das Ponykarussell geplant hat. “Im Mittelpunkt steht die Aufklärung”, sagt Lydia Nestorovic, eine der Mitorganisator*innen der Aktion: “Wir wollen den Bürger*innen aufzeigen und erklären, welche Tierqual mit dieser Attraktion verbunden ist und dass es einfach nicht mehr zeitgemäß ist.” Und tatsächlich fühlen sich viele der Passant*innen von der Aktion angesprochen und stellen sich zum Unterzeichnen der Petition in eine nicht enden wollende Wartereihe. In nur 3,5 Stunden können die Organisator*innen somit fast 500 Unterschriften einholen. Ein guter Grund, dass ihr Anliegen dieses Mal auch Gehör findet. “Letzten Endes liegt es an dem Verband und der Stadt, ob sie dem Beispiel der zahlreichen anderen Städte in Deutschland und der mehrheitlichen Meinung der Bürger*innen, folgen oder nicht. Und dann müssen wir uns alle fragen, ob wir mit dem Kauf eines Tickets das Tierleid unterstützen wollen.” so Lydia Nestorovic.

Wir waren kreativ, laut und präsent am vergangenen Samstag in Rosenheim – für ein Herbstfest OHNE Ponyleid & FÜR TIERRECHTE. Denn Mitleid ist zu wenig❗️

Bericht der lokal-Presse + Umfrage
https://www.wasserburg24.de/…/rosenheim-tierschuetzer…

Wenn auch Du Dich für ein Herbstfest OHNE Ponykarussells stark machen willst, dann unterschreibe JETZT die Petiton: „Leid der Ponys beenden – Rosenheimer Herbstfest ohne Ponykarussells!“

JETZT Petition unterschreiben!
http://chng.it/LmBJRVZdyT

by: Sasa Grosser



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