Geschichte einer speziesübergreifenden Freundschaft…

Pontos & Janina – Geschichte einer speziesübergreifenden Freundschaft

Während ihrer täglichen Gassi-Runden, welche an einer Weide vorbei führen, hat Janina einen echten Freund in Ochse Pontos gefunden…

Täglich verwöhnt sie ihn seither mit ausgiebigen Streicheleinheiten, erzählt ihm Geschichten – während das hübsche rot-braune Tier es ihr gleich tut- Janina mit liebevollen Nasenstupsern begrüßt und ihre Aufmerksamkeit sichtlich genießt.

Janina erzählt: „Wir sind quasi Nachbarn, er wohnt im selben Dorf wie ich, grast auf einer Weide, an der ich täglich vorbei komme. Er suchte den Kontakt zu mir und vor allem meinen Hunden, sanft, nie aufdringlich, neugierig und interessiert. Ich wollte immer weiter gehen, mich nicht drauf einlassen, weil ich ahnte wozu sein Leben eigentlich bestimmt war. Ich habe es nicht geschafft. Ein Stupser mit der Nase, ich halte inne, er schnüffelt an meinem Gesicht, schleckt ganz vorsichtig an meiner Wange. Warmer Atem, nach Heu riechend. Ich fange an ihn zu kraulen, am liebsten hat er es unterm Kinn. Es wird ein Ritual. Nasenstupser, Küsschen und Kraulen. Wir genießen einfach die Zeit miteinander, ich rede ihn in Menschensprache voll, er redet auf seine Weise, mit seiner unglaublichen Ruhe und sanften Präsenz. Wir sind Freunde, speziesübergreifend, nicht mehr und nicht weniger.“

Wie auch seine Brüder, die mit ihm auf der Weide grasen, soll Ochse Pontos der Fleischindustrie zugeführt, und sein junges Leben für den menschlichen Fleisch-Hunger lassen. Janina hat ihm bereits einen Platz auf einem Lebenshof organisiert- generiert Spenden, um ihren Freund freikaufen zu können und ihn vor seinem blutigen Schicksal zu bewahren.

Die innige Freundschaft zwischen Ochse Pontos und Janina, welche fernab speziesistischer Klassifizierungen erwachsen ist, verdeutlicht auf ergreifende Weise, wie vertrauensvoll und zugetan nichtmenschliche Tiere sich gegenüber dem Menschen verhalten können. Wie sehr sie ritualisierte Gepflogenheiten schätzen und sich – wie wir – nach liebevoller Aufmerksamkeit sehnen- nach Gespräch, Interaktion und körperlicher Nähe.

Wann wird der Mensch endlich begreifen, dass er in Massen quält und tötet, was über gleichwertige emotionale Fähigkeiten verfügt- wie er selbst eine Tagesstruktur anstrebt, ritualisierte Momente schätzt und sich nach Aufmerksamkeit, Kontakt und Liebe sehnt?

Warum können wir unseren Mitgeschöpfen nicht in selbiger Wertschätzung und Freundlichkeit begegnen, mit welcher sie uns zu freundschaftlicher, respektvoller Co-Existenz einladen?

Streiche Fleisch & tierische Produkte von deinem Speiseplan – weil man Freunde nicht tötet!



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