Politiker*innen fordern “Haustier”-Führerschein

„Tiere sind keine Sachen“ – Politiker*innen fordern „Haustier“-Führerschein & Handelseinschränkung

14,7 Millionen Katzen

10,1 Millionen Hunde

5,2 Millionen Kleintiere

leben in deutschen Haushalten…

Der pandemiebedingte Lockdown und die daraus resultierenden Kontakteinbußen haben den Haustier-Handel – auch den illegalen – förmlich explodieren lassen. Zahlreiche Lebewesen, die kurzerhand angeschafft wurden, um Lockdowngeplagten einsame Stunden zu versüßen, enden gegenwärtig in Tierheimen oder in gelöcherten Schachteln auf wenig frequentierten Parkplätzen… Nicht selten werden Tiere ohne jegliche Sachkunde angeschafft, nicht artgerecht gehalten, in ihren arttypischen Bedürfnissen missachtet, als niedliche „Accessoires“ oder gar als „Frustventile“ missbraucht.

Diesem Drama wollen die Bremer Grünen nun mittels eines neuartigen Optimierungs-Vorschlages Herr werden, welcher härtere Regelungen für die Haltung von „Haustieren“ vorsieht:

„Tiere sind keine Sachen und sollten daher nicht wie diese gehandelt werden“, sagte Philipp Bruck, Grünen-Sprecher für Tierpolitik. Die Bremer Grünen fordern daher einen Haustier-Führerschein. Laut dem Vorschlag sollen nur noch Personen, die einen solchen Führerschein besitzen, Hund, Katze, Meerschweinchen und andere Haustiere erwerben dürfen. Immer wieder kommt es zu Fällen, in denen Tiere unter der Haltung leiden oder Haustierbesitzer ihr Tier in Gefahr bringen. Gerade im Sommer können Autos zu einer Todesfalle für Hunde werden.“

Demnach sollen sich zukünftige Tierhalter*innen mittels der Absolvierung einer theoretischen und einer praktischen Prüfung für einen „Haustier-Führerschein“ qualifizieren. Weiter fordern die Grünen eine „Positivliste“, die Tiere aufführen solle, welche für eine Privat-Haltung geeignet seien und von einem Leben in menschlicher Gesellschaft profitieren. Hierbei hebe man domestizierte Tiere wie u.a. Hunde, Katzen hervor- keinesfalls fänden Exoten Platz auf dieser Liste. Auch werde eine feste Haustier-Anzahl pro Besitzer*in angestrebt- die Haltung von mehr als drei Tieren bedürfe demnach weiterer Befähigungs-Nachweise.

Quelle: Nicht jeder soll Haustiere halten dürfen – Politiker mit drastischer Forderung | Verbraucher (ovb-online.de)

Wir begrüßen das politische Augenmerk auf die „Haustier“-Haltung und das Wohl von leidensfähigen Geschöpfen, welche viel zu oft zum knuffigen Anhängsel oder Bespaßungsobjekt degradiert werden, grundsätzlich sehr- fürchten aber, dass die Optimierungsmaßnahmen an Ermangelung von nachhaltiger Kontrollinstanz scheitern könnten. Auch fordern wir eine Erweiterung dieser um ein Total-Verbot für den Handel mit Lebewesen, um diese unsägliche Branche, welche sich maßgeblich auch durch illegale Strukturen zusammensetzt, gänzlich auszumerzen. Auch fordern wir ein bundesweites Zuchtverbot und somit das Ende des Überangebots von „tierischer Modeware“ und die stete Reproduktion von Qualzuchtrassen. Als „Beschaffungs-Quelle“ sollten einzig seriöse Tierheime fungieren – Schluss mit dem käuflichen Erwerb von Lebewesen!

Tiere sind KEINE Lückenbüßer, KEINE Kuscheltiere und KEINE Accessoires!

ADOPT DON’T SHOP – Weil man Liebe nicht kaufen kann! –  Tierheim Gyula – Home (tierheim-gyula.de)



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