Heckenschnitt & Strauchpflege

Lasst uns in Ruhe brüten!

Gerade jetzt während der Corona-Krise und der daraus resultierenden Ausgangsbeschränkungen, lockt der heimische Garten… Sobald der Frühling Einzug erhält, juckt vielen der grüne Daumen. Hecken und Sträucher wollen aufgehübscht- und Bäume zugeschnitten werden. Da bereits zum 1. März die Brut- und Nistzeit begonnen hat, sollten Heckenschere und Gehölzsäge allerdings vorerst im Schuppen bleiben.
Innerhalb des Bundesnaturschutzgesetzes, wird der Zeitraum vom 1. März bis 30. September als Schonzeit, zum Zwecke der besonderen Rücksichtnahme auf brütende Vögel, definiert.

Schnittmaßnahmen an Hecken, Sträuchern und Bäumen, können das Brutgeschäft nachhaltig stören, brütende Vögel irritieren und bereits begonnenen Nestbau zu Nichte machen.
Auch auf reine Pflegeschnitte sollte, in der Hauptbrutzeit von März bis Juni, verzichtet werden.
Neben brütenden Vögeln, profitieren in diesem Zeitraum auch viele Säugetiere und Amphibien von üppigem Grün und dichtem Gehölz, welches ihnen als nahrhafte geschützte Kinderstube, oder auch als Unterschlupf dient.
Auch Reisighaufen wurden, aufgrund des sehr milden Winters, dieses Jahr bereits früh bezogen und sollten mit dem Beginn der Schonzeit nicht mehr entfernt werden.

Aufgrund der dezimierten Populationsdichte heimischer Vogelarten, ist jeglicher Störfaktor hinsichtlich des Brut- und Nistprozesses in jedem Fall zu vermeiden!
Eine frühzeitige, vorausschauende Planung und Durchführung von Pflege- und Schnittmaßnahmen ist zwingend erforderlich, damit der Brutprozess in Gärten und Parkanlagen ungestört und erfolgreich von statten gehen kann!



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