Illegaler Vogelhandel in Berlin aufgeflogen

Nicht nur das illegale perfide Geschäft mit Hunde-Welpen, welche unter unsäglichsten Bedingungen „produziert“ werden, floriert hierzulande… auch der Handel mit Ziervögeln boomt…

„Besonders begehrt sind die sogenannten Positurkanarien – also Vögel, bei denen Federkleid oder Körperhaltung besonders schön gezüchtet werden, die nur zum Anschauen gedacht sind.“

„Gleich zwei Vogelhändler flogen dank Ermittlungen der Tierschützer in der letzten Zeit auf. Ein Fall spielte sich in Pankow ab, erzählt Tierschutzberater Alexander Heymann. „Hier bekamen wir einen Hinweis von einer Frau, die auf einer Kleinanzeigenseite im Netz nach Kanarienvögeln gesucht hatte“, sagt er. Sie wunderte sich über Fotos, die in einer Anzeige zu sehen waren. Darauf: Überfüllte Käfige, in denen die Tiere nicht artgerecht gehalten wurden. „Wir gingen dem Fall nach, fanden in Absprache mit den Amtstierärzten die Adresse des Verkäufers heraus.“
„In Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt wurde dem Verkäufer ein Besuch abgestattet. Vor Ort: Ein schockierendes Bild. Insgesamt 61 Kanarienvögel und zwei Nymphensittiche hielt er in seiner Wohnung – in völlig vollgestopften und verdreckten Käfigen, die überall verteilt waren. Der Verkäufer witterte offensichtlich das große Geschäft: 25 Euro wollte er für eines der Tiere haben. Die Vögel wurden beschlagnahmt, kamen ins Tierheim, mussten aber allein aus Platzgründen bereits auf andere Tierheime verteilt werden.“

Kurz darauf sei man über selbiges Online-Portal auf einen weiteren Vogel-Händler aufmerksam geworden, welcher seine Vögel unter ähnlich untragbaren Bedingungen gehalten habe- „Auch sie lebten in zu kleinen Käfigen, nahezu alle waren krank, teilweise von Milben befallen“, so Tierschutzberater Michael Breest. „Da es sich um Positurkanarien handelte, lag der Preis weitaus höher: Für 250 Euro pro Stück sollten die Tiere den Besitzer wechseln. Zunächst gab der Händler an, acht Vögel zu halten, doch als diese sichergestellt waren, hörte das Piepsen nicht auf. Weitere Käfige wurden dann etwa auf dem Balkon entdeckt. Die Bilanz am Ende: 56 Kanarienvögel wurden beschlagnahmt.“


https://www.berliner-kurier.de/…/ueber-100-kranke…

Die beschlagnahmten Vögel befänden sich aktuell in tierärztlicher Behandlung und hätten schwere gesundheitliche Schäden davongetragen, welche einer längerfristigen medizinischen Betreuung bedürfen.

Dieser erschreckende Fall repräsentiert schmerzlich authentisch die Ignoranz und Skrupellosigkeit, mit welcher sogenannte „Tierhändler*innen“ agieren, um aus missachtetem Leben Profit zu schlagen!

Wir sind sehr froh darüber, die beschlagnahmten Vögel in kompetenten und vor allem wertschätzenden Händen zu wissen und hoffen auf eine erfolgreiche Vermittlung dieser in ein liebevolles adäquates Zuhause, welches ihren Ansprüchen vollumfänglich gerecht wird.

Tiere sind Lebewesen – KEINE Handelsware❗️



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