In den Tod gehetzt

In den Tod gehetzt – Wallach bei Mülheimer Rennen ums Leben gekommen!

 

Die Pferderenn-Branche genießt vielerorts ein prestigeträchtiges und elitäres Ansehen, während sie ihre peitschenden und hetzenden „Spektakel“ buchstäblich auf dem Rücken leidensfähiger Geschöpfe austrägt, welche nicht selten, an der Brachialität der ihnen auferlegten Zwänge, zerbrechen.

So musste jüngst das „Renn“-Pferd „Pedro Star“ während eines Rennens auf der Mülheimer Rennbahn sein junges Leben lassen, nachdem es einen schweren Trümmerbruch erlitten hatte. Der erst fünf Jahre junge Wallach musste noch auf der Rennbahn getötet werden. Schon 2019 hatte der Renn-Club in Mülheim an der Ruhr einige Todesfälle zu beklagen. Medial wurde demnach vor allem der Tod des Pferdes „A Train“ behandelt, welches sich, im Zuge eines Rennens, ein Bein brach. Quelle: Auf Rennbahn getötet: Pferd stirbt bei Mülheimer Pferderennen (fellbeisser.net)

Allein in Deutschland sterben jährlich mehrere dutzend Pferde, während sie – mit scharfem Gebiss im Maul und Peitschenhieben – über die Rennbahnen des Landes gehetzt werden. Gravierende Beinbrüche, die die Tiere sich während der Rennen regelmäßig zuziehen, kommen sofortigen Todesurteilen gleich. Schmerzverzehrt noch auf der Rennbahn liegend, werden verletze Pferde getötet und abtransportiert.

Bereits im zarten Alter von gerade mal zwei Jahren- ungeachtet jedweder psychischen und physischen Vulnerabilität und Minderreife, werden „auserwählte“ Jungpferde in die Startboxen getrieben. Auf der Rennbahn müssen sie sich als zuchtwürdiges „Reproduktions-Objekt“ beweisen, während Schaulustige Wetten auf die Schnelligkeit ihres Angst-Galopps abschließen. Renn-Verbände  legitimieren die Nutzung von derart jungen Vollblütern, indem sie ihnen vermeintliche „Frühreife“ attestieren. Die jungen und unerfahrenen Tiere werden auf der Rennbahn zu Belustigungs- Prestige- und Profitzwecken verheizt. Mögliche Verletzungen mit Todesfolge, werden dabei billigend in Kauf genommen.

Maximilian Pick, Schachverständiger für Pferde und ehemaliger Rennbahntierarzt, wandte sich bewusst von der Tierquälerei auf Pferde-Rennbahnen ab: „”Ich wollte nicht mehr an der Bahn stehen und mir ansehen, wie die Pferde mit der Peitsche geschlagen werden – oder jene mit gebrochenen Beinen einschläfern”. Pick kritisiert, die Tiere würden stets „an ihre Leistungsgrenze herangeführt – und manchmal darüber hinaus.“

Quelle: Pferdesport in der Kritik: Können Galopprennen tiergerecht sein? – DER SPIEGEL

Wir fordern ein weltweites Verbot von Todes-Hetze auf Pferde-Rennbahnen! Es ist ein Verbrechen, dass Menschen sich der Körper und Seelen leidensfähiger Geschöpfe bemächtigen, um aus ihnen – und ihren gewaltsam erpeitschten Höchstleistungen – Profit zu schlagen! Wir appellieren an die zuständigen politischen Instanzen, alle Rennbahnen des Landes umgehend stillzulegen!

 

 

 

 

 



Sag was dazu

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht