JA zur Liebe – NEIN zu Tierleid!

„Hochzeitstauben“: JA zur Liebe – NEIN zu Tierleid!

Der Mai ist der Monat der Hochzeiten…

Auch wenn der aktuelle Lockdown das Abhalten von Groß-Festivitäten wie Hochzeiten gegenwärtig unterbindet, ist in naher Zukunft mit zahlreichen Trauungen zu rechnen, die sich am vermeintlich romantischen Geflatter weißer „Hochzeits-Tauben“ bereichern…

Weiß wie die Unschuld und ihrem Partner ein Leben lang treu… so symbolisieren Tauben die ewige Liebe… Ihr Flug am Hochzeitstag eines frisch vermählten Paares, soll das Liebesversprechen beider auf romantische Weise besiegeln und als besondere „Attraktion“ dienen.

Die Beschaffung der weißen „Hochzeitstauben“ ist dabei erschreckend simpel. Unzählige Händler*innen bieten ihre „Weiße Ware“ im Internet an. Ein ganzes „Taubenpaket“ ist bereits ab 80 € zu erwerben. Meist handelt es sich bei diesen „Billigtauben“ um Ziertauben – besonders beliebt sogenannte Pfautauben – deren Zuchttypus sich primär auf Schönheitsmerkmale konzentriert und fundamentale brieftaubentypische Fähigkeiten wie etwa den ausgeprägten Orientierungssinn nur marginal aufweist.

Bevor diese ihren Hochzeits-Todesflug ins Ungewisse antreten dürfen, vegetieren sie oft ohne Freiflug in engen Verschlägen. Der Transport zur/zum Empfänger*in erfolgt nicht selten in winzigen Käfigen oder Kisten. Um eine schnelle Rückkehr der Tauben zu gewährleisten, bedienen sich Züchter*innen unfassbar grausamer Methoden. Bei der „Witwerschaft- oder Nestmethode“, werden monogame Taubenpaare und Elterntiere gewaltsam ihrem Nachwuchs entrissen, was für die Tiere mit immensem Stress einhergeht.

Die Chance eines erfolgreichen Heimflugs ist für die unfreiwilligen Hochzeitsgäste, aufgrund ihres defizitären Orientierungssinnes und ihrer physischen Einbußen, trotz dieser traumatisch induzierten „Motivation“, verschwindend gering. Die Tauben sind, inmitten einer für sie gänzlich unbekannten Umgebung, komplett auf sich allein gestellt. Viele verhungern. Ihr weißes Gefieder macht sie zur leichten Beute für Greifvögel. Einige schließen sich bestehender vielgehasster Stadttaubenschwärme an, innerhalb welcher sie sich verpaaren und somit die Population der ewig Leidenden und Hungernden unweigerlich vergrößern. Aus Sicht der verantwortungslosen Hochzeitstauben-Züchter*innen sind diverse Verluste leicht verschmerzbar- werden diese doch vorsorglich in die Preisgestaltung einkalkuliert.

Tierquälerei für die perfekte Hochzeit: Trend Hochzeitstauben : Warum dahinter Folter steckt – Krems (meinbezirk.at)

Das Aussetzten von Haustieren stellt hierzulande eine Straftat dar. Es ist absolut unverständlich, warum dieses Verbot nicht auch auf Haus-Tauben übertragen wird. Denn diese entstammen ebenso einer Domestikationslinie, welche sich durch die beinahe gänzliche Abhängigkeit innerhalb einer engen Mensch-Tier Beziehung auszeichnet und zudem zahlreicher physiologischer Gegebenheiten für ein autarkes sicheres Leben in Freiheit entbehrt.

Bis dass der Flug sie tötet – Wir von ANIMALS UNITED e.V. fordern ein sofortiges Verbot dieses grausamen Hochzeits-Brauches, welcher ein perfides verantwortungsloses Zuchtgeschäft bedient und immenses Leid über seine tierischen Opfer bringt!

Sag NEIN zu Tierleid- wenn du JA sagst!



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