Kettenzwang als “Weltkultur-Erbe”?!

Ketten-Zwang in deutschen Ställen – Anbindehaltung als „Welt-Kultur-Erbe“ ?!

 

Kühe in Ketten…

Allein Bayern zählt 30 000 Milchbauern. Etwa die Hälfte davon zählt zu ihren Haltungs-Modellen die sogenannte kombinierte Anbindehaltung, welche die in Ketten stehenden Kühe dazu zwingt, bewegungslos und reizarm an einer Stelle zu verharren, und die sozialen intelligenten Tiere in ihren arttypischen Verhaltens- und Interaktionsmustern massivst behindert bzw. gänzlich einschränkt.

Folgender „idyllträchtiger“ Inhalt des Bewerbungs-Entwurfes (Stand 2020), welcher der touristischen Gegend um Garmisch-Partenkirchen zu einem „Welterbe-Siegel der Unseco“ verhelfen soll, sorge für Furore:

„Die Region zeige “auf herausragende Weise die harmonische Interaktion des Menschen mit der Umwelt in einer eiszeitlich geprägten Landschaft am Rand der Nordalpen” heißt es in dem Entwurf. Weiter euphemisiert das Papier die kombinierte Anbindehaltung von „Nutz“Tieren: “Kombinationshaltung mit Weidegang bedeutet, dass sämtliche Rinder mit Ausnahme der Wintermonate monatelang auf wildkräuterreichen Viehweiden und Almen, also in freier Natur weiden können”. Eine Abschaffung der Anbindehaltung mit Weidegang würde dagegen “das Ende für viele Landwirtschaftsbetriebe bedeuten”.

Besonders kleinere Familienbetriebe würden sich, angesichts einer möglichen Vergrämung dieses tierschutzwidrigen „Haltungs-Modells“, in ihrer Existenz bedroht sehen – der „Bauernverband“ erwehre sich daher entschieden eines möglichen Anbindeverbotes.

Quelle:

https://www.sueddeutsche.de/bayern/garmisch-partenkirchen-unesco-tierschutz-anbindehaltung-kuehe-1.4772114

Tierquälerei und Ketten-Zwang von kultureller Wertigkeit ?!

Das Fixieren von Tieren, welche innerhalb der Milchindustrie als Milchsklav*innen missbraucht- und in den unzähligen Melkständen des Landes ihrer Würde „entsogen „werden, als Praktik von kulturellem Wert zu betiteln, ist an Absurdität und Hohn nicht zu überbieten – dieses Haltungs-Modell ist reinste Qual“Kultur“!

Es macht den Anschein, als wolle die Bauernschaft eine langfristige und extensive Legitimation für ihre lebensfeindlichen Fixierungs-Maßnahmen erzwingen, indem sie diesen Kulturträchtigkeit und Erhaltungswürdigkeit zusprechen lassen will!

Anstatt dem *An*binde-Zwang zu sozialer Akzeptanz zu verhelfen, indem man diesen mittels vermeintlicher „Alpenidylle“ bewirbt, sollten unfreiwillige Milchsklav*innen ihrer Leistungszwänge mit sofortiger Wirkung *ent*bunden werden!

Stall-Ketten sind menschengemachte Zwangs- und Qualinstrumente, deren Glieder sich zum Zwecke des Profites und der Entwertung von Leben aneinanderreihen. Wir fordern die konsequente Verwerfung dieser leidensforcierenden Bewerbungs-Ambition! Qual“Kultur“ darf keines Falls Welterbe-Status erlangen!

Positioniere auch Du dich gegen die „kulturelle Legitimierung“ des Kettenzwangs und bekunde bis zum 31.Mai 2021, freundlich aber deutlich, deinen Unmut gegenüber dem Landratsamt Garmisch-Partenkirchen (Herr Strohwasser) – Sende Deine aussagekräftige E-Mail an: welterbe@lra-gap.de

 

 

 

 



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