Mähroboter – die lautlose Gefahr

Unermüdlich kriechen sie durch deutsche Gärten… Vielerorts trimmen sie Tag und Nacht den heißgeliebten Rasen jener strebsamen Gärtner, die kein Kleeblatt und kein Wiesenblümchen inmitten ihrer gräsernen Pedanterie dulden.

Mähroboter versprechen einen immerzu perfekten Rasen. Die Gefahr, die von ihnen ausgeht, wird dabei oft verkannt.

Vor allem ihr nächtlicher Betrieb stellt eine sehr große Gefahr für die nachtaktiven Igel dar, die sich zu später Stunde auf Futtersuche begeben und dabei auch regelmäßig städtische- sowie ländliche Gärten und Wiesen kreuzen.

Aufgrund ihrer beinahe lautlosen Antriebsmotorik, gibt es für die Igel keine Möglichkeit die Mähroboter zeitnah zu registrieren und zu flüchten. In ihrer Irritation rollen sich die Stacheltiere zusammen und werden dabei nicht selten von den scharfen Trimmmessern der Roboter erfasst.

Schlimmste lebensbedrohliche Verletzungen sind oft die Folge, an welchen die Tiere -wird ihnen keine tierärztliche Behandlung zu Teil- in vielen Fällen qualvoll zu Grunde gehen.

Abgemähte Füßchen und Nasen, sowie regelrecht zerfleischte Schnauzen oder Skalpierungen sind keine Seltenheit.

Auch indirekt gefährdet der Betrieb von Mährobotern und Rasentrimmern die Igelpopulation, da diese auch vor primären Futtertieren wie Schnecken und Insekten nicht Halt machen.

Entgegen vieler Annahmen reagiert die sensorische Erkennungsautomatik der Mähroboter etwaige Hindernisse garnicht- oder erst dann, wenn es für die kleinen Nützlinge bereits zu spät ist und diese von den meist frontal platzierten Messern erfasst wurden.

„Igel werden von Gesetzes wegen geschützt.“ Deren Tötung, Verletzung sowie das Beschädigen und Zerstören von Fortpflanzungs- oder Ruhestätten zieht vielerorts empfindliche Bußgeldstrafen nach sich.

https://www.bussgeldkatalog.org/tierschutz-igel/](https://www.bussgeldkatalog.org/tierschutz-igel/

Fakt ist: Mit dem Anstieg der Verkaufszahlen der Mähroboter, steigt auch die Zahl der schwer verletzen Igel exponentiell an!

Eine schadensbegrenzende Prävention ist, hinsichtlich der regelmäßigen Verwendung von Mährobotern, unerlässlich! So ist deren Betrieb stets auf eine Zeitspanne von 10 – 18 Uhr zu beschränken. Auch das Anbringen von sogenannten „Apfelschürzen“ direkt am Gerät, kann das Erfassen von Igeln und anderen kleinen Säugern verhindern. Je lauter die Antriebsmotorik, desto höher die Fluchtchancen für die Igel! Mähroboter sollten per se niemals unbeaufsichtigt durch einen Garten rollen! Vor jeder Inbetriebnahme empfiehlt sich außerdem eine Kontrolle von umliegenden Laub- und Reisighaufen.

Wer es im heimischen Garten zudem gerne für Bienen und Insekten blühen lassen möchte, sollte am besten gänzlich auf Mähroboter & Co verzichten.



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