Mahnwache gegen die Yakari-Show

„Pferde gehören nicht in eine Manege”

Am Samstag, den 02. November 2019, waren wir, von der Aktionsgruppe Donau-Ries, mit einer kleinen, aber feinen Truppe in Nördlingen unterwegs, um eine Mahnwache gegen die „Yakari-Show” abzuhalten.

„Yakari” ist eine Pferdeshow für Kinder, die dem Prinzip eines Zirkus ähnelt. Die Show läuft über „Wille Entertainment” zu der auch der Nationalzirkus „Carl Busch” gehört, der zum wiederholten Male wegen seiner schlechten Tierhaltung in die Kritik geraten ist. Zu unserer Mahnwache gab es gemischte Reaktionen: Neben einigen, die uns vom Auto aus den Daumen hoch zeigten, gab es gleichermaßen viele, die negative Reaktionen zeigten.

Ein Autofahrer, der selbst einen Reitstall unterhält, begann mit uns eine längere Diskussion. Seiner Meinung nach würden die dortigen Pferde eine ausgezeichnete, humane Dressur erleben. Wir bleiben dennoch dabei, dass Tiere unter keinen Bedingungen in einer Manege vorgeführt werden sollen, weshalb dieses Argument mit unserem Verständnis des Tierrechts kollidiert. Faktoren, wie der ständige und anstrengende Transport und der Leistungsdruck, dem die Tiere ausgesetzt sind, untermauern hierbei die Berechtigung der Mahnwache.

Die geschilderte „humane Auszeichnung” ist, wie es der Begriff schon in sich trägt, eine vom Menschen definierte Auszeichnung. Warum sollten wir an „humanen“ Maßstäben festhalten, wenn es um Tiere geht? Was fehlt, sind „tierethische“ Maßstäbe! Aufgrund dieses widersprüchlichen Verständnisses führte die Diskussion, wie so oft, zu keiner Klärung.

Gegen Ende der Aktion bekamen wir hingegen nochmals positiven Zuspruch von einer Passantin, die uns für unser ehrenamtliches Engagement lobte und aus eigener Erfahrung berichtete, dass ihr erst neunjähriges Kind ebenso kein Verständnis für Zirkusse und sonstige Tierhaltungsformen, beispielsweise für Zoos, aufbringen kann.

 

Fazit: Es tut sich was, wenn auch langsam!

 



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