Muttertag? Wir hätten so gerne eine Mama…

Ich bin Paul… geboren wurde ich in einer sogenannten „Abferkelbucht“, einer reizarmen, mit hartem Spaltenboden ausgelegten Box. Ich und meine Geschwister durften zwar bei Mama trinken, aber spielen und kuscheln durften wir niemals mit ihr… Sie war eingesperrt und konnte sich kaum bewegen… So gerne hätte ich ausgelassen mit ihr getobt, doch leider konnte sie sich in ihrem Metallgefängnis weder drehen noch wenden. Schon nach 28 Tagen wurde ich von meinen Geschwistern separiert und meiner Mama entrissen… Mama, wo bist du?

Ich bin Elisa und habe vor einer Stunde das Licht der Welt erblickt… Gerade lag ich noch neben Mama im Stroh… Sie hat mich abgeleckt und mit mir gekuschelt… mir gesagt, wie sehr sie mich liebt… Ehe ich bei ihr trinken konnte, wurde ich von zwei Menschen in einen Schubkarren gehievt und weggebracht. In der Ferne höre ich noch Mamas Schreie… Ich habe Angst… Mama, warum darf ich nicht bei dir sein?

Ich bin Pieps… geschlüpft bin ich in einem riesigen Inkubator. Mama? Was ist eine Mama?

Unzähligen Tierkindern bleibt der Kontakt zu ihren Müttern, innerhalb der Intensivtierhaltung, beinahe gänzlich verwehrt… Traumata, Angst und emotionale Verarmung sind die irreversiblen Folgen…
Eine enge Mutter-Kind Beziehung fördert nicht nur die psychische Stabilität, sondern ist zudem ein speziesübergreifender fundamentaler Bestandteil hinsichtlich der Ausbildung arttypischen, physiologischen Verhaltens.

Verzichte auf tierische Produkte – denn auch Tiere verdienen eine Mama!



Sag was dazu

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht