Neue Tierschutz-Leitlinien im Pferdesport

BMEL klammert Trab- und Galopprennen aus!

Das deutsche Landwirtschaftsministerium hat, in Zusammenarbeit mit Interessenvertretern aus dem Pferdesport, Tierschutz und der Medizin, diverse Neuerungen zu Gunsten des Pferdewohls im Pferdesportsektor erarbeitet und diese, nach dreijähriger Überarbeitungszeit, jüngst veröffentlicht.

Die neuen Leitlinien für „Tierschutz im Pferdesport“ unterliegen zwar keiner gesetzlich verankerten Verbindlichkeit, würden aber dennoch eindeutige Mindestanforderungen an einen tierschutzkonformeren Pferdesport stellen, welche zudem als Orientierungsbasis für Justiz und Behörden dienen.

So wurden Neuregelungen hinsichtlich der Zäumung, der Schlaufzügel und Rollkur- sowie Mindeststandards bzgl. der Haltungsbedingungen auf Turnieren erlassen.

Angesichts des Pferde-Mindestalters zum Ausbildungsbeginn zeigt man sich in seinen Optimierungsbestrebungen hingegen eher halbherzig, so wurde der Rennsport für diesen Gebots- und Regelungsbereich kurzerhand ausgeklammert.

Wo das Mindestalter in allen weiteren Sport- und Zuchtsektoren zum Ausbildungsbeginn bei 30 Monaten liegen muss- wird ein Trainingsbeginn innerhalb des Galopp- und Trabrennsportes bereits wesentlich früher toleriert.

„Bei Galopp- und Trabrennpferden mit ausschließlichem Training auf Schnelligkeit kann das Mindestalter bei Trainingsbeginn ausnahmsweise herabgesetzt werden, wenn ein maßvolles, auf den Entwicklungsstand sowie das Leistungsvermögen abgestimmtes und schonend gestaltetes Training sichergestellt wird.“, so heißt es in den Leitlinien.

Die Tierschutzverbände sowie die „VFD“ kritisieren: „Diese Ausnahme hat rein wirtschaftliche Gründe. Um auf den Rennbahnen international wettbewerbsfähig zu bleiben, wird das stark leistungsorientierte Training der Tiere über das Wohl der Tiere gestellt. Bekannt ist, dass im Rennsport-Bereich mit einem erhöhten Risiko für Früh- und Spätschäden – etwa einer Veränderung der Knochenstabilität oder Knorpelschädigungen – bei den Pferden zu rechnen ist. Den Leitlinien konnten folglich keine objektiven wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Grunde gelegt werden, die eine Ausnahme für die Trab- und Galopprennpferde rechtfertigen würden. Somit hat sich wieder bestätigt, dass Tierschutz im Rennsport keine prioritäre Rolle spielt.“ – diesen Worten können wir nur beipflichten!

Offensichtlich haben die Stimmen der Renn-Fürsprecher die der Tierschutzvertreter in diesem Entscheidungskontext übertönt, um keinerlei Profiteinbußen zu riskieren, indem man die psychische sowie physische Überforderung von Jungpferden, zu Hetzzwecken auf nationalen- und internationalen Rennbahnen, weiterhin legitimieren und dulden lässt.

Noch sei die Regelgestaltung in Punkto Galopp- und Trabrennsport nicht final abgeschlossen:

„In der Leitlinie hat sich das BMEL verpflichtet, zeitnah umfassende wissenschaftliche und praktische Untersuchungen zu initiieren, und zu unterstützen, bei denen vor allem die Trainingsbedingungen, die Auswirkungen eines frühen Nutzungsbeginns, die Haltungsumwelt sowie die Durchführung der tierärztlichen Beurteilung der physischen und psychischen Belastbarkeit der betroffenen Pferde im Vordergrund stehen. Nach Abschluss der betreffenden Untersuchungen sollen die Leitlinien auf der Basis der erzielten Forschungsergebnisse nochmals überprüft werden.“


https://www.pferderevue.at/…/deutschland–neue…

Der Pferderennsport ist als perfider tierquälerischer Wettbewerb zu werten, welcher die Tiere über ihre Leistungsfähigkeit hinaushetzt- und buchstäblich auf dem Rücken geschundener Seelen ausgetragen wird! Profitabilität um jeden Preis – „Hals und Beinbruch“ der Tiere einkalkuliert!

Beitrag + Video – Unfall bei Pferderennen mit Todesfolgehttps://www.facebook.com/AnimalsUnited.eV/posts/2373042692717171

Wir fordern das konsequente AUS für den Pferderennsport! Weil Tiere KEINE Sport- und Wettsklaven sind❗️



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