Oster-Hase in Gefahr!

Bevor wir in die Feiertage hoppeln, möchten wir uns dem österlichen Hauptprotagonisten und seiner realen Vorbilder widmen, die hierzulande einen unverzichtbaren Platz auf Feld und Wiese einnehmen und – entgegen jeder Verehrung zum Osterfest – existenziellen Bedrohungen entgegenblicken…

Der Hase gilt als DAS Symbol für das Fest des Lebens… Um seine österliche Botschaft ranken sich dabei zahlreiche Thesen und Mythen, deren Wurzeln in den verschiedensten kulturellen und religiösen Strukturen zu finden sind.

Oster-Hase in Gefahr:

Im Frühling sieht man ihn vermehrt über Felder und Wiesen hoppeln – den Feldhasen. Experten schätzen hierzulande eine geringe Populationsdichte von etwa zwei bis drei Millionen Tieren. Urbanisierung und intensive, monokulturelle Landwirtschaft berauben das schöne hasenartige Tier um seine Nahrungsquellen und Habitate. Der Feldhase nimmt in der „Roten Liste“ eine traurige Position ein und wird als „gefährdet“ aufgeführt.

Wo er sich früher noch an zahlreichen, nahrhaften Wildkräutern bedienen- und zwischen dichter Vegetation an Feldrändern ausreichend Deckung finden konnte, machen ihn platt gewirtschaftete Felder und Wiesen zur leichten Beute für Prädatoren wie Füchse und Greifvögel. Auch die Schutzlosigkeit vor großer Kälte und gewaltigen Niederschlägen, machen dem Langohr und seinem Nachwuchs zu schaffen. Auf den zahlreichen Straßen des Landes, lassen unzählige Feldhasen ihr Leben. Zudem werden sie intensiv bejagt. Die Mitnahme ihrer Kinder durch unbedarfte Tierliebhaber*innen, entwickelt sich zu einem echten Problem- dabei überleben auch ohne direkten menschlichen Einfluss, nur gerade mal rund 40% der Jungtiere das erste Jahr.

Klicke auf das Bild und erfahre mehr zum Thema: „Kidnapping auf Feld & Wiese“

Im Schutze der Dämmerung säbeln und raspeln die Tiere mit ihren scharfen Nagezähnen vornehmlich Gräser, Klee, Kräuter Kohl, junges Getreide, Raps, Knollen und Knospen sowie Rinde und Baum-Triebe. Um eine stabile Populationsdichte und den Schutz des Feldhasen zu gewährleisten, ist der Erhalt bzw. das Anlegen von krautreichen Feldrändern, Blühstreifen und Wildkraut-freundlichen Flächen unabdingbar. Auch ist das Bejagen und Morden der Tiere einzustellen, damit natürliche Regulative greifen und sich stabilisieren können!

Wir fordern den aktiven Schutz des Feldhasen und dessen Berücksichtigung hinsichtlich landwirtschaftlicher Gestaltung und Strukturierung! Auch fordern wir das Ende des grünen Krieges in Wald und Flur!

Wir von ANIMALS UNITED wünschen allen Lebewesen ein frohes und leidfreies Osterfest!



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