Qualzucht – Chihuahua

Die heutige Hauptrolle aus der Reihe Qualzuchten ist der Chihuahua. Diese Hunderasse zählt als der kleinste Hund der Welt!

Das Idealgewicht eines Chihuahua liegt zwischen 1,5kg und 3kg. Die Toleranzgrenze liegt bei 500g bis 1,5 kg! Seinen Ursprung hat der Chihuahua in Mexiko. Benannt nach einer Provinz. Ihre Vorfahren waren vermutlich die als heilig geltenden Hunde der Tolteken und Azteken. Sie dienten früher als Opfergaben und waren beliebte Delikatessen. Er zählt zu den Gesellschafts- und Begleithunden ohne Arbeitsprüfung laut dem FCI (Fédération Cynologique Internationale).

Man sagt dem Chihuahua nach, dass er ein Herz wie ein Löwe hat. Sie haben ein starkes Selbstbewusstsein und haben eine große Aufmerksamkeitsfähigkeit. Ihre Anhänglichkeit und Lebhaftigkeit machen diesen kleinen Hund sehr beliebt.
Allerdings hat sich der Chihuahua nicht ohne nennenswerte Gründe in die Reihe der Qualzuchten eingereiht. Diese Hunderasse zählt inzwischen zu der kränksten Rasse weltweit!

Der Chihuahua hat eine so starke Nähe zum Boden, dass er bei kaltem Wetter einen Mantel benötigt. Man beobachtet häufig ein Zittern bei den Hunden, was in dem Fall häufig nicht Angst bedeutet, sondern seinen eigenen Körper auf Temperatur zu bringen.
Oft haben diese Hunde eine offene Schädeldecke, die leider zu den Rassemerkmalen zählt. Das Gehirn wird nicht durch den Schädelknochen geschützt. Zulässig ist nur eine kleine Fontanelle, ein Stoß in diesem Bereich kann für den Hund unter Umständen tödlich sein.

Sie wurden auf Kurzschnäuzigkeit gezüchtet und zählen zu den brachyzephalen Hunderassen. Das Brachyzephales Syndrom ist vom Menschen gewollt und bezeichnet eine Schädeldeformation. Folgen dieser Züchtung sind eine Verengung der Nasenlöcher und oberen Atemwege. Dadurch kann der Hund schwerer atmen als andere Hunderassen und hat Probleme bei der Regulation der eigenen Körpertemperatur. Bei warmen Wetter neigen die Hunde zu kollabieren!
Problematisch sind auch die Nasenmuschelwucherungen und das verlängerte Gaumensegel, welches das Rückwärtsniesen verursacht. Nicht selten führt dies zu Erstickungsanfällen! Das Narkoserisiko ist bei den Chihuahuas ebenfalls stark erhöht.

Als wär dies alles nicht schon genug, leiden diese Hunde häufig unter Tracheahyoplasie. Eine Knorpelschwäche der Luftröhre verursacht den Tracheakollaps – ein Zusammenklappen der Luftröhre, das die Atemnot zur Folge hat.
Patella Luxation(Verrenkung der Kniescheibe) ist die nächste Krankheit, die sich in der Langen Reihe der Krankheitsliste des Chihuahuas zeigt. Die Kniescheibe springt aus der Führungsrinne des Kniegelenks. Dies kann zu Schmerzen und zu Lahmheit führen. Nicht selten kommt es beim Chihuahuas zur Mitralklappeninsuffizienz. Der Herzklappenfehler, der zu einem Rückfluss des Blutes von der linken Herzkammer in den linken Vorhof führt. Die Erkrankung wird häufig erst sehr spät erkannt, wenn das Herz schon vergrößert ist. Besonders bei älteren Hunden ab etwa dem 8 Lebensjahr ist es wichtig auf vermehrtes Hecheln, Husten und zunehmenden Konditionsverlust zu achten, um rechtzeitig mit der Behandlung zu beginnen.

Wir sind noch nicht am Ende und weiter geht es mit dem Merle Faktor.
Diese Erkrankung ist nicht typisch, aber durch bestimmte Farbwünsche ist diese Krankheit nicht völlig auszuschließen. Vor allem bei einer Kreuzung zweier Hunde ( blue Merle und red Merle) mit diesem Gendefekt können die Welpen taub zur Welt kommen.
Die Progressive Retina Atrophie kurz PRA führt zu einem Verlust der Sehsinneszellen, die sich auf der Netzhaut befinden. Eine vererbte und fortschreitende Erkrankung verursacht zunächst Nachtblindheit, später Grauen Star mit vollständiger Erblindung.

Im Endspurt sind wir mit der Erkrankung Legg-Calvé-Perthes-Krankheit (Morbus Perthes). Sie führt zu einer Nekrose des Oberschenkelkopfes zur Zerbröselung von Knochen und Knorpeln des Hüftgelenks. Schwere Arthrose ist die Folge. Erkrankte Hunde humpeln, laufen ungleichmäßig oder zeigen (einseitigen) Muskelschwund an den Oberschenkeln. Diese Gelenkserkrankung tritt in der Regel bereits im ersten Lebensjahr auf.

Die Spitze der Überzüchtung bei den Chihuahuas ist der „Teacup Chihuahua“. Sie befinden sich in der Tolleranzgrenze von 0,5kg bis 1kg.
Unterzuckerung ist ein tägliches Problem, was zur Folge haben kann, dass der Hund einfach umkippt und ins Koma fällt. Die meisten unter ihnen werden kaum älter als 4 Jahre!
Der Wasserkopf (Hydrokephalus) ist die Folge eines Defekts der Flüssigkeitsresorption im Gehirn. Häufig sterben die Welpen bereits im Mutterleib oder kurz nach der Geburt. Bei Welpen ist die Krankheit daran zu erkennen, dass die noch weichen Schädelplatten auseinandergedrückt werden oder das Gehirn an einer evtl. vorhandenen Fontanelle herausquillt. Eine unheilbare Krankheit die typisch für den Teacup Chihuahua ist.

Der Teacup hat ebenfalls ein erhöhtes Narkoseproblem und leidet unter Organen die nicht einwandfrei arbeiten. Die Organe reagieren sehr sensibel auf Medikamente und bringen das Risiko einer Empfindlichkeit für eine Überdosierung mit.
Fairerweise muss man sagen, dass es den „Teacup Chihuahua“ offiziell nicht gibt aber der Trend zu sehr winzigen Chihuahuas besteht. Oft werden Teacups als normale Chihuahuas verkauft und die neuen Besitzer sind total ahnungslos.
Diese Hunderasse ist gesundheitlich stark kaputt gezüchtet und wird psychisch beim neuen Besitzer häufig massiv unter Druck gesetzt. Sie dürfen oft nicht das sein, was sie sind- ein Hund! Sie werden als modisches Accessoire missbraucht oder als Kindersatz.

Es ist kaum zu glauben, dass so viele Menschen die Zucht dieser kranken Rasse durch den Kauf unterstützen. Nehmt Abstand von dieser Hunderasse und unterstützt nicht das Geschäft mit der Qualzucht!

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https://meinhund24.de/chihuahuas-vom-promihund-zum-tierarz…/ https://www.vdh.de/welpen/mein-welpe/chihuahua



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