Qualzucht für Milchleistung

Überdimensionale Euter: Qualzucht für Milchleistung

Mit der Gewinnungs-Industrialisierung von tierischen Konsum-Gütern, wurden auch die Körper der eierlegenden, fleischliefernden und milchgebenden Sklav*innen auf züchterischem Wege diverser körperlicher Adaptionen unterzogen, welche die industrielle Kompatibilität- sowie den Produktions-Ertrag maximieren.

Wo ein gesundes Kuh-Euter im Normalfall ein Fassungsvermögen aufweist, das an den Muttermilch-Bedarf des Kalbes angepasst ist, behindern die übervoluminösen „Produktions-Euter“ der heutigen Milchkühe die Tiere in ihren Bewegungsmustern, da diese bis an deren Fersen reichen und ein unnatürlich hohes Gewicht aufweisen.

Das enorm vergrößerte Euter ist das wohl prominenteste Merkmal der Milchkuh-Überzüchtung. Dieses gewann, mit der Industrialisierung der Milchgewinnung, parallel und sukzessive an Volumen. Diese unnatürliche Übergröße resultiert aus der großen Milchmenge und dem erweiterten Gefäßnetz, welches das Euter mit Blut versorgt. Für ein stets prall gefülltes Rieseneuter, das 300 Tage im Jahr gemolken werden kann, werden Milchkühe – mittels regelmäßiger Zwangsbesamung – in eine „Dauerschwangerschaft“ gezwungen. Sie müssen jährlich ein Kalb gebären, welches ihnen nicht selten direkt nach der Geburt entrissen wird. Wo eine Milchkuh vor 60 Jahren eine jährliche Milchleistung von knapp 2.500 Kilogramm erbrachte, sind heutige Milchkühe gezwungen, das Dreifache – 8.000 bis 12.000 Kilogramm – zu liefern.

Mit der steten Maximierung der Milchleistung, sowie der hormonellen Manipulation, gehen diverse chronifizierende Krankheitsbilder einher. Die physische sowie psychische Dauerbelastung mündet nicht selten in Gebärmutterentzündungen, Fruchtbarkeitsstörungen und Stoffwechselstörungen, die sich symptomatisch in Appetitlosigkeit, extremem Gewichtsverlust, Verdauungsstörungen, Apathie/Trägheit und Muskelschäden niederschlagen. Unbehandelt können diese Erkrankungen – nebst ihrer symptomatischen Auswüchse – zum qualvollen Tod der Tiere führen. Durchschnittlich leiden an die 50% der Milchkühe unter gravierenden Euterentzündungen (Mastitiden), welche durch hohes Fieber, schmerzhaften Schwellungen am Euter und Durchfall begleitet werden, und zu tödlichem Organversagen führen können. Auch Erkrankungen der Klauen, infolge der enormem Gelenks-Belastung durch die überschweren Euter, stehen an der Tagesordnung eines durchschnittlichen Milchbetriebes.

Die überdurchschnittliche Leistung, welche den Tieren tagtäglich abverlangt wird, hat unweigerlich physische Einbrüche zur Folge – Milchkühe, welche, in gesunder Kondition, ein stolzes Alter von mindestens zwanzig Jahren erreichen können, landen nach durchschnittlich 5,3 Jahren auf der Schlachtbank, da sie – nach jahrelanger Ausbeutung – den hohen Ansprüchen der Milchindustrie nicht mehr gerecht werden können und/oder ihren körperlichen Gebrechen zu erliegen drohen.

Quelle: Qualzucht im Fokus: Die Milchkuh – WTG | Welttierschutzgesellschaft

Das Leid der Kühe in ihrer unfreiwilligen Funktion als lebende „Milchmaschinen“ ist gekennzeichnet durch Trauma, Krankheit, Schmerz und Gewalt!

Trinkst Du noch Muttermilch aus überdimensionalen Qualzuchteutern? Lass den Kälbern ihr Lebens-Elixier und gestehe Kühen ihr Recht auf Gesundheit, Lebensqualität und Mutterdasein zu!

Trinke Pflanzen-Milch – Denn Mitleid ist zu wenig!



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