Schweine-Horror in “Gülle-See”

Zinndorfer Tiere zur Weitermast „umgeparkt“

Beißender Gülle-Gestank und zentimetertiefer Exkrementen-See: Mehrere hundert Schweine waren gezwungen in den verwahrlosten, mit Gülle überschwemmten Stallungen eines Brandenburger Mastbetriebes zu „hausen“…

Durch filmische Publikationen der Organisation “ARIWA”, geriet der Skandal-Fall „Zinndorf“ bereits zu Beginn des Monats ins Zentrum der medialen Aufmerksamkeit.

Filmisches Dokument der „ARIWA“: https://fb.watch/3jN1QJGCkv/

Erst nach Veröffentlichung der Schreckens-Bilder durch die Tierrechts-Organisation sah sich der Landkreis, welcher bereits vor längerer Zeit über die unhaltbaren Zustände in Kenntnis gesetzt worden war, gezwungen, „dem Bauern die Betriebserlaubnis für die Tierzucht zu entziehen“. Am 26.01. wurden die Tiere letztlich aus dem Gülle-See „befreit“ und zum „Umparken“ in andere Mastanlagen verladen.

„Tierschützer hatten zuvor auf unhaltbare Zustände hingewiesen. Selbst nach mehrmaligen Aufforderungen durch den Landkreis waren die Missstände in dem Betrieb mit insgesamt 3.000 Schweinen nicht beseitigt worden.“

Einer der Abnehmer der Tiere – Landwirt Wolfgang Brand – betone: „Man darf sie so nicht behandeln“. Dennoch zeige er im Ansatz Verständnis bzgl. des Fehlagierens seines Berufs-Kollegen: “Wenn ich einen Läufer [ein junges Schwein, Anm.d.Red.] für 70 Euro kaufe und stecke nochmal Futter für 70 Euro rein – und ich dann nur bis zu 120 Euro für ein Schwein bekomme, dann bin ich irgendwo am Ende”.

„Brandenburg Aktuell“ hielt die Verladung jener verwahrlosten Tiere fest, welche vermutlich zum ersten Mal in ihrem traurigen Mast-Leben frische Luft schnuppern- und blauen Himmel erblicken durften… ein kurzer Moment der Hoffnung, welcher nicht lange währte… Auf direktem Wege wurden die geschundenen Seelen in andere Mastbetriebe verteilt, wo sie sich nun gen Schlachtreife futtern müssen…

Quelle: https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/panorama/2021/01/landwirtschaft-tiere-schweine-zinndorf.html

Es ist ein absolutes Unding und beschämend für die staatliche Organschaft, welche einen tierschutzsichernden Auftrag zu erfüllen hat, dass – wie so oft – erst Tierrechts- und Tierschutzorganisationen die mediale Trommel rühren müssen, ehe derartige Horrorbetriebe geschlossen- und deren Betreiber*innen ihren „Lizenzen“ entzogen werden!

Wie viele leidensfähige Geschöpfe müssen noch in ihrer Gülle versinkend unter den verschlossenen Augen der Behördschaft dem grausamen Tod durch Menschenhand entgegen vegetieren?  Eine derart defizitäre „Amts-Konzeption“ darf sich keinesfalls mit der Verantwortung für Lebewesen nebst Schutz-Gewährleistung betraut sehen!

Fleischverzicht rettet Leben und Würde❗



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