Strafanzeige nebst Strafantrag gegen Milchviehbetrieb

Wir stellen Strafanzeige nebst Strafantrag
gegen Milchviehbetrieb im Oberallgäu

Die Vetternwirtschaft im Allgäu erschüttert Deutschland.

Nachdem zuerst ein großer Milchviehbetrieb in Bad Grönenbach für Aufsehen gesorgt hatte folgten im Abstand von gerade mal 11 Kilometern 4 weitere Betriebe.

Im Dezember berichtete der STERN von einem pikanten Fall auf einem Hof, der am 09.12.2019 aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung durch das zuständige Veterinäramt Oberallgäu kontrolliert wurde.

Im Zuge dieser Kontrolle mussten von den knapp 100 Tieren unverzüglich 26 Tiere aufgrund von Verletzung tiermedizinisch versorgt werden, 6 Tiere wurden umgehend von ihrem Leid erlöst.

Brisant an dieser Sache ist primär, dass der Betreiber des Hofes nicht nur 3. Bürgermeister von Dietmannsried ist, sondern im Zuge seiner politischen Tätigkeit auch noch im Bereich der Land- und Forstwirtschaft tätig war. Letzteres ist inzwischen geändert worden.

So recherchierte der STERN und vermeldete:
>Ein Ermittlungsverfahren gegen den Betreiber wird wegen mehrerer Verstöße gegen das Tierschutzgesetz aus formalen Gründen vermutlich erst Ende Februar/Anfang März bei der Staatsanwaltschaft Kempten eingehen.<

Warum dauert es so lange, bevor ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird? Sollten hier politische Verbindungen berücksichtigt werden?
Fakt ist: Im März finden Wahlen in der Region statt und der Milchbauer steht auf Listenplatz 2 der Freien Wähler Kandidatenliste.

Hierzu eine Aussage der Freien Wähler Allgäu auf einem entsprechenden Beitrag von unserem Aktivisten Peter Hübner, der u.a. auch für das Bündnis Metzger gegen Tiermord in diesem Fall involviert ist:
>FREIE WÄHLER Allgäu
Die Freien Wähler stehen klar für Tierschutz und zu einer Tierhaltung, die dem geltenden Tierschutzgesetz gerecht wird. Verstöße gegen das Tierschutzgesetz müssen mit den Massnahmen, die unser Rechtsstaat dafür vorsieht, geahndet werden. In den von Ihnen genannten Fällen ist dies geschehen. Wir Freie Wähler halten das für richtig und wichtig. Die Allgäuer Landräte, allen voran der Freie Wähler Hans-Joachim Weirather, drängen seit langem auf eine bessere Ausstattung für ihre Amtstierärzte und Veterinärämter. Umwelt- und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber will für den Tier- und Artenschutz mehr Geld ausgeben und die Veterinärverwaltung vor Ort stärken. Dafür werden 70 neue Stellen geschaffen, davon 20 in den Bezirksregierungen und 22 in den Veterinärämtern der Landratsämter.<

Weiter heißt es in der Mitteilung:
>Er hat alle an ihn gestellten Auflagen umgehend umgesetzt. Er hatte niemals die Staatsanwaltschaft im Haus, es ist keine Anzeige gegen ihn erstattet und zu keinem Zeitpunkt ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen worden.<

Die Ausführung, dass bis dato angeblich noch keine Anzeige gegen den Betreiber des Hofes erstattet wurde, verlangte nun unser Eingreifen.
Wir von ANIMALS UNITED e.V. haben Strafanzeige nebst Strafantrag wegen Verstoß gegen das TierSchG und alle weiteren in Betracht kommenden Delikte gestellt.

Wir danken an erster Stelle dem Zusammenschluss von „Metzger gegen Tiermord“ für ihre hervorragende Recherchearbeit und auch dafür, dass sie weiterhin den Fall im Blick haben.

Die Aufstellung dieses Kandidaten trotz der bekannten Zustände schockieren uns nicht nur, sondern eine mögliche Vertuschung der Angelegenheit erschüttert unser Vertrauen in die Rechtsstaatlichkeit.

Wir bitten auch hier die Freien Wähler Allgäu um eine deutliche Stellungnahme, wie sich die Aufstellung dieses Kandidaten mit ihren eigenen Forderungen in Sachen Tierschutz verhält und ob die Freien Wähler Allgäu der Meinung sind, dass unsere derzeitigen TierSchG – die das Papier nicht wert sind auf dem sie geschrieben stehen, solange keine effektive Kontrolle und Strafverfolgung erfolgt – für sie ausreichend erscheinen.

Link zum STERN-Artikel nebst Video:
https://www.stern.de/…/tierschutzskandal-im-allgaeu–milchv…

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