Tag des Regenwurms

Der Regenwurm – Ein Regenanbeter? #TagdesRegenwurms

Sobald Regentropfen das Erdreich betrommeln, entkriecht er seinen unterirdischen, bis zu zwei Meter tiefen Gängen, und windet sich vermeintlich schutz- und ziellos am Wegesrand…

Ein Regenanbeter? Was die „Regenliebe“ des Regenwurms betrifft, scheint die Wissenschaft sich uneins und stellt eine Vielzahl an plausiblen Thesen auf:

Der Regenwurm ist ein „Hautatmer“- Angst vor dem Erstickungstot in regengefüllten Gängen scheide daher als Grund für seine Erdflucht bei Regen aus. „Berührungsreize sind für die Orientierung der Regenwürmer in ihren dunklen Gängen von großer Bedeutung. Sind die Gänge nach längerem Regen mit Wasser gefüllt, werden Bodenteilchen beweglich. Die Tiere könnten dann nach Meinung einiger Wurmexperten in Panik geraten und versuchen in ähnlicher Weise zu entkommen, wie nach Bodenerschütterungen durch Fressfeinde wie Igel, Maulwurf oder Spitzmaus. Dem widerspricht jedoch der Umstand, dass die Massenwanderung vor allem im Frühjahr zu beobachten ist. Auch im Sommer und Herbst kann es kräftig regnen. Seit einiger Zeit findet unter den Biologen ein anderer Aspekt der Wurmwanderung immer mehr Befürworter: die Überbevölkerung. Man hat beobachtet, dass Massenwanderungen insbesondere in Jahren auftreten, denen ein günstiges Jahr mit großem Nahrungsangebot voraus ging. Es kommt dann zur Überbevölkerung unter den Regenwürmern. Sonne und Hitze sind der Todfeind der Regenwürmer. Eine kühle und sehr regenreiche Frühlingsnacht wäre dann die beste Gelegenheit, dem Gedränge zu entfliehen, um sich für den Sommer ein neues Quartier zu suchen. Bewiesen haben das die Biologen jedoch noch nicht.“

Ein glitschiger Zeitgenosse: Seinen immerfeuchten Wurmkörper verdankt der blinde und taub-stumme Regenwurm seiner speziellen Art der Sauerstoffaufnahme: „Regenwürmer atmen über ihre Haut. Sauerstoff wird im Feuchtigkeitsfilm, der ihren Körper umgibt, gelöst und wandert schließlich in das Blut.“ Regenwürmer sind „Zwitterwesen“, jedes Exemplar weist sowohl männliche, als auch weibliche Geschlechtsmerkmale auf.

Gärtners Liebling: Regenwürmer pflegen das Erdreich und reichern dieses mit essenziellen Nährstoffen an. Emsig lockern sie die Böden und düngen diese zeitgleich mit ihrem Kot. Vornehmlich ernährt sich der Regenwurm von Kompost und verrottendem Pflanzlichen. Die hübschen Würmer können ein stolzes Alter von bis zu zwei Jahren erreichen.

Geschätzt und gefährdet: Allein in Deutschland pflegen an die 46 Regenwurmarten das Erdreich- mehr als die Hälfte davon sei bereits gefährdet. Intensive und monokulturelle Landwirtschaft vergrämen die wundervollen Tierchen.

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Quellen:

https://www.br.de/kinder/regenwuermer-kindernachrichten-tiere-lupe-100.html

https://www.mdr.de/mdr-garten/pflegen/regenwurm-fakten-100.html

Warum kommen Regenwürmer bei Nässe aus dem Boden? Rätsel des Alltags | wissen.de

Gehörst Du auch zu jenen Wurm-Retter*innen, die die Tierchen bei Regenfall von der Straße auflesen und in die nächste Wiese setzen?



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