#TagdesSchnitzels *oder Tag der Leichen in Panade*

Am 9. September ist ein besonderer Tag, ein Tag, mir zu ehren.
Ich erzähle euch, wie ich zu meinem Ehrentag gekommen bin…

Geboren wurde ich in einer Bucht, in der meine Mutter die ganze Zeit liegt- in einem engen Käfig.
Meine Geschwister und ich müssen gut aufpassen, dass wir von ihr nicht erdrückt werden beim Säugen. Sie kann nichts dafür, wenn einem von uns etwas passiert, denn sie kann sich nicht bewegen und uns kaum sehen.
Wir sind noch nicht lang in dieser kalten und dunklen Welt, keine 7 Tage. Heute kommt ein Mann zu uns. Er ist brutal und schmeißt mich und meine Geschwister in eine Box. Der Mann hat merkwürdige Gerätschaften dabei und plötzlich sehe ich, wie er meinen Geschwistern weh tut. Erst nimmt er meine Brüder und dann mich. Die Menschen nennen dies Kastration und Entnahme des Ringelschwanzes. Überall ist Blut und wir haben große Schmerzen. Der Mann wirft uns wieder zu unserer Mutter, sie kann uns nur hilflos zusehen, wenn wir bereits vor Schmerzen fast sterben.

3 Wochen dürfen wir bei unserer Mutter sein, bis wir grausam und brutal getrennt werden. Meine Geschwister und ich werden in einen anderen Stall gebracht. Der Mensch nennt es „Ferkelaufzucht“. Hier müssen wir jetzt auf einem kalten und stark verschmutzten Vollspaltenboden leben. Es ist kalt, dunkel und eng. Uns ist langweilig und vor lauter Frust beißen wir uns gegenseitig.

In dieser Zeit wachsen wir und werden schwerer. Im Alter von etwa 9 Wochen müssen wir nochmal umziehen- und weitere 4 Monate in einem Maststall leben. Auch hier ist dieser kalte und verdreckte Spaltenboden. Es ist dunkel, stickig und sehr eng. Jedoch hatten wir Glück in den Maststall zu kommen, andere meiner weiblichen Freunde kommen in einen engen Käfig den die Menschen „Kastenstand“ nennen.
Ich bin müde, erschöpft und muss in meinen Fekalien- sowie der meiner Geschwister schlafen. Meine Knochen schmerzen und meine Verletzungen sind stark entzündet. Täglich kommt ein Mann, bringt uns Futter, aber er hört uns nicht. Er sieht den Dreck unter uns nicht und ignoriert die Schreie vor Schmerzen.

Wieder ist Zeit vergangen, ich bin jetzt 6 Monate alt und mein ganzes Leben in diesem Gebäude. Heute ist aber ein besonderer Tag, wir werden wieder aus den Ställen getrieben. Es ist laut, die Menschen schreien und schlagen auf uns ein. Wir haben große Angst und laufen in das Licht, welches uns entgegen leuchtet. Jetzt sind wir an einem völlig ungewohnten Ort. Dieser Ort ist hell und wir spüren frische Luft auf unserer Haut. Dieser Ort bewegt sich und ist laut. Viele Stunden sind wir an diesem Ort. Ich habe kaum Platz und steige auf meine Freunde, wenn ich mich bewege. Wir können bewegende Bilder sehen und wissen nicht, was mit uns passiert. Wir haben Angst, wollen raus aber können uns nicht befreien. Ich habe großen Durst, aber ich finde kein Wasser.

Nach vielen Stunden stoppt dieser sich bewegende Ort plötzlich. Panik macht sich breit und es wird hektisch. Eine Wand geht hoch, es wird wieder laut und uns wird wieder weh getan damit wir wieder in einen neuen unbekannten Ort gehen.

Hier ist es wieder dunkel, kalt und es riecht. Ein unbekannter Geruch, in einer für uns unbekannten Situation. Unsere Panik wird größer. Wir werden durch das Gebäude getrieben in einen Raum. Hier steht ein Mann mit einer Zange. Der Mann geht auf meinen Bruder zu mit der Zange, hält diese an den Kopf und tut ihm unendlich weh. Er wird hoch gezogen an einem Seil und dann bekommt er einen Stich in den Hals. Überall ist Blut, ich sehe wie er zappelt und qualvoll stirbt. Ich sehe, wie das mit all den anderen auch passiert, bis der Mann zu mir kommt und plötzlich ist es dunkel. Ich spüre unbeschreibliche Schmerzen, kann mich nicht bewegen, die Lautstärke um mich herum wird dumpf und dann…

Und dann wird das Schwein zerhackt, portioniert und verpackt.
Es landet in unterschiedlichster Form in den Regalen der Lebensmittelmärkte.
Dort wird es von den Konsumenten gekauft und zu einem Gericht weiterverarbeitet.
Heute feiern wir ja einen besonderen Tag, den Tag, an dem das Schwein einen Namen bekommt.

Das Lebewesen auf dem Teller heißt jetzt Schnitzel!
Zum „Tag des Schnitzels“ berichten wir von dem traurigen und trostlosen Leben der Schweine.

Überdenkt euren Konsum – verzichtet auf tierische Lebensmittel, denn es sind Lebewesen❗️



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