Tiere zwischen Unrat und Fäulnis

Nauener „Chaos-Zoo“ geschlossen!

 

Provisorische Gehege, Plastikmüll, morsche Schlafhütten und angefaulte Futtermittel…

Das gesamte Gelände des „Zoo Nauen“ gleicht einer Müllhalde:

Katastrophale, unhaltbare Bedingungen, unter welchen über 60 Tiere, darunter Gänse, Enten, Hühner, Kaninchen, Affen, Waschbären, Hausschweine, Ponys, Esel und Ziegen, ihr trauriges Dasein unter den Blicken Schaulustiger Zoo-Besucher*innen fristen mussten.

Der zuständige Tierhalter sei trotz mehrmaliger amtlicher Anordnung hinsichtlich einer unabdingbaren Beseitigung der tierwohlgefährdenden Zustände in seinem „Chaos-Zoo“ nicht gewillt gewesen, selbigen, binnen einer durch das Veterinäramt eingeräumten Frist, Folge zu leisten. Er habe die „Zeit ungenutzt verstreichen lassen.“

„Das Veterinäramt hatte dem Kreis zufolge bereits im vergangenen Jahr auf dem Gelände des Zoos Nauen mehrfach Kontrollen wegen „zum Teil schwerwiegender Tierschutz-Mängel“ durchgeführt und Auflagen erteilt.“

Den Google-Rezensionen ist zu entnehmen, dass Zoo- sowie Zoobetreiber vielen Besucher*innen bereits mehrfach äußerst negativ – da verwahrlost, heruntergekommen und tierschutzwidrig – aufgefallen sei.

So beklagte etwa ein Besucher vor einem Jahr:

„Der Weg war umsonst. Haben uns sehr erschrocken, als wir die Anlage gesehen haben. Es sah sehr herunter gekommen aus. Spielsachen auf dem Hof sahen total verwittert aus, daneben stand einfach so ein Schwein. Eine Scheune ebenso heftig herunter gekommen. Erster Eindruck war wie die Kulisse eines Horrorfilms.“

Erst eine Anzeige durch die Tierschutzorganisation „Aktion Tier“, habe zur Schließung des „Chaos-Zoos“ geführt:

„Die Tierschutzorganisation Aktion Tier hatte nach eigenen Angaben Ende November Anzeige gegen den Tierhalter wegen Verstoßes gegen diverse Tierschutzvorschriften erstattet. Das gesamte Areal habe laut Aktion Tier einer Müllhalde geglichen. Der Zoodirektor habe bei seiner Tierhaltung weder Sachkunde noch Tierliebe gezeigt. Teilweise seien viel zu viele Tiere auf engstem Raum zusammengepfercht gewesen. Durch die unhygienischen Zustände habe ein hohes Gesundheitsrisiko bestanden.“

Obwohl das zuständige Veterinäramt bereits vor langer Zeit Kenntnis von den tierquälerischen unzumutbaren Umständen in besagtem Zoo erlangt hatte, musste erst eine Tierschutzorganisation rechtlich tätig werden, um die notwendigen Konsequenzen- sowie die Befreiung der vielen Lebewesen aus ihren rostigen, vermüllten Gefängnissen zu erwirken!

„Die Tiere, darunter Waschbären, Affen, Esel und Kaninchen, werden nach Angaben des Kreises nun auf Kosten des Tierhalters anderweitig untergebracht. Dem Zoo sei zudem ein Tierhaltungs- und Betreuungsverbot auferlegt worden“

Quelle: “Schwerwiegende Tierschutz-Mängel”: Zoo in Nauen darf keine Tiere mehr halten | rbb24

Wir fordern die sofortige landesweite Schließung aller Zoos und Tierparks- und damit das Ende der Inhaftierung unschuldiger Geschöpfe – denn Mitleid ist zu wenig!

 

 

 

 

 



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