Tiertransportwahnsinn auf hoher See

Als lebender „Produktionsüberschuss“ verschifft – Tiertransportwahnsinn auf hoher See

Bereits vor einigen Wochen berichteten wir von der unerträglichen Odyssee tausender Jungrinder, welche in den Rümpfen der Frachtschiffe „Karim Allah“ und „Elbeik“ monatelang Höllenqualen erlitten, während diese ziellos durch das Mittelmeer irrten. Nach der nicht enden wollenden Folter-Fahrt, seien alle Tiere, aufgrund ihres desolaten Gesundheitszustandes durch die Strapazen, mittlerweile notgetötet worden. Tausende Lebewesen, die völlig sinnlos leiden und sterben mussten:

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Quelle: Profit um jeden Preis – Schiffstransporte: „Was tun wir Tieren an?“ | krone.at

Schon seit Tagen dominiert der Frachtriese „Ever Given“, welcher tagelang den Suezkanal blockierte und gegenwärtig gesichert wird, das Interesse der Medien. Mit der Blockade des Kanals, welcher als Hauptverkehrsweg für unzählige Containerschiffe zwischen Asien und Europa fungiert, stauten sich u.a. elf rumänische Frachter, welche insgesamt 130.000 Schafe geladen haben: Stau im Suezkanal durch „Ever Given“: Tierschützer fürchten Tod von 130.000 Schafen auf rumänischen Frachtern – Wirtschaft – Tagesspiegel

Der Bedarf nach europäischem Mast- und Schlachtvieh in fernen Ländern ist groß. Als „Produktionsüberschuss“ der europäischen Tierindustrie, werden vornehmlich Schafe und Rinder in riesigen Tiertransportern zu europäischen Häfen gekarrt, wo sie dann mittels Elektroschockern, Schlägen und Tritten brutal über enge Aufstiegs-Rampen in rostige und meist völlig unzureichend ausgestattete Rümpfe von Vieh-Frachtschiffen getrieben werden. Innerhalb dieser werden sie auf engstem Raum eingepfercht und unterversorgt, in Hitze und stickiger Luft, sich selbst überlassen, während sie Wochen oder gar Monate über den Ozean verschifft werden. Tiere, die kränkeln, oder dieser brachialen Tortur nicht standhalten, werden meist kurzerhand gewaltsam mittels Seilzügen über Bord gehievt und in die Wellen geworfen – und mit ihnen jegliches Maß an Respekt und Empathie gegenüber dem Mitgeschöpf. Tierärztliche Hilfe wird den zu Verschiffenden nicht zuteil. Immer wieder wird von angespülten Rinder- und Schafsleichen an Stränden rund um den Globus berichtet. Oft gleichen die baulichen Gegebenheiten an Bord- sowie das logistische und planerische Transfer-Vorgehen einem einzigen Provisorium. Notfallpläne für den Fall eines großflächigen Krankheitsgeschehens, mögliche strukturelle Mängel, Versorgungs-Engpässe oder gar das Kentern eines Schiffes, existieren nicht. Unzählige Tiere sind bereits im Zuge einer Schiffs-Kenterung qualvoll ertrunken.

Der Lebendtier-Schiffstransfer unterliegt – anders als der rollende Tiertransport – keiner zeitlichen Limitierung. Rechtliche Konsequenzen drohen im Falle einer monatelangen Überfahrt keinesfalls. Jenen Tieren, die die Strapazen auf hoher See überstehen und die angesteuerten Zielhäfen erreichen, droht eine barbarische, betäubungslose Schlachtung auf tierschutzgesetzesfreiem Boden.

Die Grausamkeit und Skrupellosigkeit, welche beim interkontinentalen Lebendtier-Transfer- und Handel Anwendung findet, ist unermesslich und grenzenlos! Wir fordern ein sofortiges Verbot von Tiertransporten jedweder Form und ein Ende der maßlosen und quälerischen *Über*produktion von Lebewesen – Für Tierrechte. Denn Mitleid ist zu wenig!



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