Verleumdungsvorwurf: “systemisches Nichthandeln”

Verleumdungsvorwurf gegen ehemaligen Kampagnenleiter Peter Hübner fallen gelassen

Syke – April 2020:  Es waren Szenen des Schmerzes und der puren Verzweiflung die ANIMALS UNITED, in Korrespondenz mit den „Metzger gegen Tiermord“, dazu veranlasste, eine strafrechtliche Aufarbeitung der unhaltbaren Zustände und tierschutzwidrigen Praktiken des „Skandal-Betrieb Syke“ zu intendieren:

„Mit versteckter Kamera gefilmt sind trüb blickende Kühe mit weggeknickten Vorderläufen, mit monströsen Geschwulsten von knapp 30 Zentimetern Durchmesser im Hals und Brustbereich, auch gefilmt sind Ohrenmarken mit den ID-Nummern der Tiere. „Die Bilder kommen zu 100 Prozent von dem Betrieb“, sagt Hübners Mitstreiter Philipp Hörmann. „Die Streu dampft. Ein Mann, Gummistiefel an den Füßen, geht um das Tier, sticht ihm mit der Forke in den Rücken, in die Oberschenkel. Es rührt sich kaum. Spürt es überhaupt noch etwas?“

Wir berichteten: https://www.facebook.com/AnimalsUnited.eV/posts/3117068328314600

Die Übermittlung der bildgebenden Materialien, welche als Hauptbeweismittel im Fall „Syke“ fungierten, gestaltete sich aus unerfindlichen Gründen höchst kompliziert – so hatte weder das Veterinäramt, noch die Staatsanwaltschaft von unserem Einsichts-Angebot zeitnah Gebrauch gemacht und monierte indes: „Warum, zum Teufel, stellen die uns das Material nicht direkt zur Verfügung? Warum sechs Wochenspäter und mit so einem Brimborium?“ – O-Ton: Frau Antje Tittmann, Amtstierärztin.

Noch bevor eine hinreichende Sichtung besagter Bildmaterialien durch die verfahrensführenden Instanzen erfolgt war, wurde- zu unserem Unverständnis und Entsetzen – das kurzweilige Verfahren, welches einer detaillierten Aufarbeitung entbehrte, eingestellt.

Wir berichteten: https://www.facebook.com/AnimalsUnited.eV/posts/3120176228003810

ANIMALS UNITED e.V. beantragte daraufhin im Mai 2020 die Wiederaufnahme der Ermittlungen – wir berichteten: https://www.facebook.com/AnimalsUnited.eV/posts/3124688787552554

Kontextuell thematisierte ehemaliger AG-Leiter Peter Hübner, im Rahmen öffentlicher Kundtaten den Syker Fall betreffend, das „systemische Nichthandeln der Behörden“ und wurde sodann der „Verleumdung“ bezichtigt und durch den Landkreis Diepholz verklagt

„Solche Aussagen hatte der Syker mehrfach öffentlich wiederholt. Unter anderem auf einer Demonstration von „Metzger gegen Tiermord“ und „Animals United“ am 18. Juli in Syke. Dort hatte er behauptet: „Alle beteiligten Behörden schauten weg und decken damit Tierquäler.“

Das Verleumdungsverfahren wurde, aufgrund von Haltlosigkeit und geringer Schuldschwere, jüngst eingestellt:

„Für Richter Kellermann war ohnehin eine ganz andere Frage ausschlaggebend: Verleumdung könne die Behauptung nur sein, wenn der Angeklagte sie wider besseres Wissen gemacht hätte. Er hätte zu diesem Zeitpunkt also wissen müssen, dass der Landkreis auf dem Hof schon tätig geworden war. „Woher hätte er das wissen sollen? Wenn wir das Verfahren fortsetzen wollen, müssen wir diese Frage klären.“ Das werde aber an diesem Verhandlungstag vermutlich nicht mehr möglich sein, so Kellermann.

Der Tierrechtler sei bisher nicht vorbestraft, und der zu erwartende Strafrahmen bewege sich im Bereich einer minimalen Geldstrafe. Der Richter schlug deshalb die Einstellung des Verfahrens wegen geringer Schuld vor. Sowohl die Verteidigung als auch die Vertreterin der Staatsanwaltschaft erklärten sich schließlich damit einverstanden.“

Quelle: https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/syke-ort44535/verleumdungsvorwurf-bleibt-im-raum-stehen-90180393.html

Behördliche Inaktivität zu Lasten tierrechtssichernder Aktivität:

Dass der Landkreis nach rechtlicher Monierung hinsichtlich der Inaktivität seiner behördlichen Organe auf diese fragwürdige Art und Weise zum Gegenschlag ausholt lässt tief blicken und gleicht einem unbeholfenen „Ablenkungs-Manöver“. Es ist absolut unverständlich, dass Tierrechtler*innen, welche in unentgeltlicher Tätigkeit jene Lücken füllen, die vermeintlich tierschutzsichernde staatliche Gefüge in steter Manier aufzuweisen scheinen, auf derart perfide Weise mundtot gemacht werden sollen.

Umso erfreulicher ist es, dass berechtigte Äußerungen in diesem Fall nicht revidiert werden müssen und deren Anprangerung vor Gericht ergebnis- und erfolglos blieb.

Wir bleiben laut und standhaft und werden unserer Kritik auch in Zukunft mittels unmissverständlicher Worte Gehör verschaffen – LAUT und DEUTLICH Für Tierrechte. Denn Mitleid ist zu wenig!



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