Vom Metzger zum Tierrechtler – unser Aktivist Peter Hübner im Interview

Der Kampf für Tierrechte ist seine Passion…
Einst als Metzger tätig, kehrte unser Aktivist, Peter Hübner, nach einem nachhaltigen Schlüsselerlebnis, der Fleischindustrie den Rücken und fand Gefallen am Veganismus.
Seither mobilisiert er, Tag für Tag, all seine Ressourcen, um dem Tierleid, mittels fundierter Aufklärung und aktiver Intervention, entgegen zu wirken.

In einem aktuellen Artikel des Magazins „Das Recht der Tiere“ vom Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., gewährt Peter Hübner einen tiefen Einblick in seine ganz persönliche Tierschutz – Philosophie.
Vor rund einem Jahr hat unser Aktivist, gemeinsam mit Phil Hörmann und Thomas Schalz (Aktionsgruppenleiter Berlin), die Aktion METZGER GEGEN TIERMORD ins Leben gerufen, welche längst auch mediales Interesse geweckt hat.
„Wir wollten ein Statement abgeben, warum wir inzwischen Veganer sind. Wir wollten sagen: Wenn wir uns ändern können, könnt Ihr es auch!“

„Anfangs wollten wir zeigen, dass Veganismus etwas für alle und im Alltag praktikabel ist.“
Peter Hübner intendiert bewusst den Dialog mit der Fleischindustrie und wirkt damit einer möglichen Antipathie hinsichtlich seiner Ambitionen entgegen. Auf einer Basis des Wohlwollens, verschafft er sich auf diesem Wege Gehör in den Kreisen der Fleischlobbyisten.

„Für viele ist es ungewohnt, dass sich jetzt Tierrechtsorganisationen mit ihnen an einen Tisch setzen wollen. Ich betone dabei immer wieder, dass ich- auch wenn ich die Gesetze grundsätzlich als zu moderat erachte- vor allem diejenigen wachrütteln will, die sich nicht an die Gesetze halten. Die, bei denen miserable Zustände herrschen und die Ämter nicht reagieren. Wenn wir es schaffen, dass die Leute nur ein wenig mehr umsetzen, kommen wir schon voran.“

Den Grund für das stetig wachsende Interesse am Veganismus, sieht Peter Hübner primär in den heutigen Möglichkeiten der Publizierung, die der breiten Masse unkompliziert einen transparenten Blick auf die Realität gewährt.
„Der heute übliche Fleischkonsum geht zu Lasten der Tiere. Darüber haben die großen TV Sender vor einigen Jahren nicht berichtet. Durch die sozialen Medien haben wir Tierschützer es geschafft, unsere Bilder auch ohne sie an die Öffentlichkeit zu bringen.“

Bei seiner Arbeit sieht Peter Hübner von militanten Zwängen ab und mindert so mögliche Widerstände und die Angst vor Verurteilung.

„Ich hole die Leute da ab, wo sie sind. Ich als ehemaliger Fleischer verurteile sie nicht. Ich möchte aber, dass sich die Menschen Gedanken über die Herkunft des Fleisches machen.“

Nach einem Angelausflug – die große Kehrtwende.
„Ich war in Schweden angeln. Ich habe einen Hecht gefangen. Ich guckte ihm in die Augen und ich konnte ihn nicht töten. Es ging nicht. Also habe ich den Hecht wieder ins Wasser gelassen. Zwei Wochen nach dem Erlebnis habe ich beschlossen: ich bin ab heute Veganer.“

Peter Hübner setzt primär auf Aufklärungsarbeit, um die Menschen zu sensibilisieren und Bewusstsein zu schaffen.
„Wie soll ich jemandem für Unwissenheit die Schuld zuweisen? Das ist mir zu billig und zu einfach. Diese Gesellschaftsnormen sind uns schließlich von klein auf eingetrichtert worden.“

In Sachen Tierleidminimierung und landwirtschaftlicher Neuorientierung, plädiert unser Aktivist für eine Optimierung der gesetzlichen Handhabe und eine Umverteilung der Subventionen.

„Zunächst würde ich mir von der Politik wünschen, das Tierschutzgesetz nicht weiter negativ aufzuweichen. Sondern die Gesetze zu verschärfen. Es müssen Kontrollen und die Einhaltung der Gesetze gewährleistet werden.“
„Ich wünsche mir außerdem, dass die aktuellen Subventionen nicht mehr in die Tierhaltungslandwirtschaft fließen, sondern ausschließlich in die nachhaltige, pflanzenbasierte Landwirtschaft. Das würde einen Umstieg der Landwirte fördern.“
Auch moniert er die politische Untätigkeit in Sachen Gesetzgebung und bringt wirtschaftliche Co-Faktoren zur Sprache…
„Das ist definitiv frustrierend. Doch kann genauso wenig jedes einzelne Tier retten wie jeder andere. Also gibt es keine andere Möglichkeit, als die Gesetze zugunsten des Tierschutzes zu ändern.“

„Die ganze Tierausbeutungslobby ist meiner Meinung nach auch nicht an eine einzelne Position zu binden. Alle tragen ihre Mitschuld: Verbraucher, Handel, die Politik, die Viehhalter, die Schlachter. Wir werden in diesem Kreislauf nicht vorankommen, wenn wir nur einen Bösewicht ausmachen. Wir müssen alle gemeinsam an einem Strang ziehen und zusammen Lösungen suchen.“

Sein Rat an angehende Veganer: „Ein schlechtes Gewissen hilft nicht. Besser wäre zu sagen:, Ich fange jetzt erst einmal an, die vegane Küche kennenzulernen. Alles von jetzt auf gleich wäre zwar schön, funktioniert in der Praxis aber oft sowieso nicht. Schon kleine Schritte helfen.“
Wir von Animals United e.V. sind sehr glücklich, Peter Hübner in unseren Reihen zu wissen!

Das Interview ist hier veröffentlicht:

https://bmt-tierschutz.bmtev.de/ueber_uns_rdt_2020_01.php

 



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