Von Süd nach Nord gen Tod – Wiesenhofs Skandaltransporte

Der skandalträchtige Geflügelriese „Wiesenhof“ steht zum wiederholten Male im Zentrum des medialen Interesses und sorgt für erschütternde Schlagzeilen…

Die Soko Tierschutz konnte aktuell ein systemisches Skandalgeschehen des Geflügelherstellers dokumentieren, welches zum Zwecke der maximalen Wirtschaftlichkeit regelmäßig ausgeführt wird und das ignorante lebensverachtende Profitbestreben der Firma Wiesenhof aufs Neue verdeutlicht.

So lässt Wiesenhof schlachtreife Masthühner, welche aus eigens für den Geflügelriesen produzierenden Superställen stammen, quer durch die Republik karren, obwohl das Unternehmen in Bayern einen eigenen gigantischen Schlachthof betreibt und eine regionale Schlachtung mit kurzem Anfahrts- und Transportaufwand durchaus möglich wäre.

„Diese Transporte, wie z.B. aus den Landkreisen Altötting, Rottal-Inn, Alb Donau Kreis und Landshut, die statt den möglichen 1,5 Std. um die 10 Stunden und länger benötigen, haben System. In manchen Fällen wäre der nächste Geflügelschlachthof sogar im gleichen Ort und dennoch werden die empfindlichen Tiere, die keinen Anspruch auf Trinkwasser im Transporter haben, auf lange Reisen quer durchs Land geschickt. So wurden Tiere aus Möckern in Sachsen Anhalt und Lohne in Niedersachsen nach Niederlehme in Brandenburg gefahren, obwohl der Mastbetrieb z.B in Möckern nur wenige hundert Meter vom Wiesenhof Schlachthof im gleichen Ort entfernt ist. Im Örtchen Massing in Bayern gäbe es einen unabhängigen Geflügelschlachter, dennoch gingen die Tiere nach Brandenburg. Dabei wurden auch zwei eigene Schlachthöfe links liegen gelassen.“

„Das verwirrt nicht nur ökonomisch, sondern ist in Sachen Tierschutz blanker Irrsinn und einfach nur grausam. Es entstehen immer neue Mastanlagen für Wiesenhof und den Preis für die dann heillos überlasteten Schlachthöfe zahlen die Tiere mit grausamen Transporten durch Hitze und Kälte.“ So Friedrich Mülln von der SOKO Tierschutz.

Wiesenhof sei dabei nicht der einzige Konzern, welcher derartige Höllentransporte intendiere. Auch die Süddeutsche Truthahn AG transportiere Puten über 500 km von Ungarn nach Bayern, um diese schlachten zu lassen. „Tiertransporter berichten von dem Leid der Tiere, die bei Hitze sterben oder im eisigen Fahrtwind erfrieren.“

Auch für die verantwortlichen Transportführer*innen würde dieser Wahnsinn einer einzigen Tortur gleichen, was nicht selten zu schrecklichen Unfällen mit vollbeladenen Tiertransportern führe.

„Es ist ein Skandal, dass empfindliche Hühner oder Truthähne, statt den für Nutztiere üblichen acht Stunden sogar 12 Stunden und mehr umhergekarrt werden dürfen. An Hitze und Kälte hat der Gesetzgeber bei diesen Regeln nicht gedacht und Staus sowie das oft langwierige Be- und Entladen, werden nicht mal als Transportzeit eigerechnet“, kritisiert Friedrich Mülln von Soko Tierschutz.


https://www.finanznachrichten.de/…/50700951-leidvolle…

Video-Beitrag (ab Min. 24:30)
https://www.zdf.de/…/wiso-vom-14-september-2020-100…

Die in der Gesetzesverordnung verankerte Differenzierung hinsichtlich der Nichtbeachtung der Grundbedürfnisse von Geflügel im Transportgeschehen ist absolut nicht nachvollziehbar und absurd! Es macht den Anschein, als wolle man sich einen Mehraufwand bei einer derart hohen Anzahl an Individuen während der Transportprozesse sparen, da man diese weniger unkompliziert abfertigen könne, als dies bei einer geringeren Anzahl von Säugetieren der Fall ist.

Die unnötig langen Transportwege in entfernte „Billigschlachthäuser“ sind als tierschutzgesetzeswidrig einzustufen und absolut inakzeptabel! Ein Armutszeugnis für die involvierten Kontroll- und Leitinstanzen, der Fleischindustrie zum Leidwesen der Tiere eine solche Dezentralisierung der Produktionskette zu ermöglichen und die Gesetzgebung nicht in aller Konsequenz zu konkretisieren, um diese „kapitalfördernden Umwege“ unpassierbar zu machen!

Diese unsägliche, vom Leid unserer Mitgeschöpfe zehrende Todes-Industrie muss endlich und dauerhaft in ihre Schranken gewiesen werden!

Fleischverzicht rettet Leben & Würde❗️



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