Von der Abferkelbucht bis zur Schlachtung – Ein Lebenslauf

Das leidvolle Leben und Sterben der Schweine in der Intensivtierhaltung

Ihr Leben beginnt reizarm und trostlos… Gerade erst das Kunstlicht der Tierfabrik erblickt, beginnt für die Ferkel in der Intensivhaltung ein unsäglicher Leidensweg…

In der Enge der Abferkelbucht bleibt ihnen eine ausgelassene Interaktion mit ihren Müttern verwehrt… Ihre kleinen Ringelschwänze werden ihnen betäubungslos ab-“kupiert“, ihre kleinen Zähne abgeschliffen, bevor sie mit Kleinstgruppen „vergesellschaftet“ werden. Bereits 21 Tage nach ihrer Geburt werden sie ihren Müttern entrissen um anschließend in eine Mastanlage „umverlegt“ zu werden.

Der Alltag dieser hochintelligenten, bewegungsfreudigen Wesen könnte stupider nicht sein… Die jungen Schweine verharren, Tag ein Tag aus, auf harten unnachgiebigen Spaltenböden, die ihre Gelenke strapazieren. Es mangelt an Beschäftigungsmöglichkeiten, Reizen, frischer Luft und Sonnenlicht… Völlig unausgelastet sind sie gezwungen geistig und emotional zu verkümmern. In ihrer Not entwickeln sie nicht selten Verhaltensstörungen… beißen und verletzen sich gegenseitig. Um die körperlichen Strapazen bis zur „Schlachtreife“ zu überstehen, werden ihnen Medikamente verabreicht.

Nachdem die Schweine 6 leidvolle Monate in dieser Mast-Hölle vegetieren mussten, werden sie unliebsam in enge Transporter getrieben und stunden- oder gar tagelang über die Autobahnen der Republik gekarrt. Beinahe schutzlos der Witterung ausgeliefert, leiden sie Hunger- bei großer Hitze quälenden Durst. Nicht selten ist es ihnen aufgrund der Enge nicht möglich, eine angenehme Position einzunehmen. Stehend in ihren eigenen Exkrementen, fahren sie gen Tod.

Endstation Schlachthof… Völlig entkräftet schleppen sie sich von Transporter-Rampe in Richtung Todeszone. Angetrieben und in Panik vernehmen sie die Schreie und den stresserfüllten Geruch derer, die ihnen voran gehen mussten. Innerhalb einer räumlichen Separierung wird die stromgeladene Zange zur Bewusstseinsausschaltung angesetzt. Kommt es zu technischen Problemen und einem unsteten Stromfluss, ist eine sichere und konstante Betäubung nicht gewährleistet und das Schwein erlebt seine eigene Schlachtung bei vollem Bewusstsein.

„Animal Equality Germany“ berichtete jüngst von einem besonders gravierenden Fall bezüglich jahrelanger Fehlbetäubung innerhalb eines großen Schlachtbetriebes:


https://www.facebook.com/259770724096761/posts/3471597772914024/?d=n

Von der Geburt bis zum Tode stellt das Leben der Schweine in der Intensivtierhaltung eine einzige Qual dar!
Diese systemische Ignoranz seitens der Fleischindustrie darf nicht länger gebilligt werden!

Fleischverzicht rettet Leben & Würde!



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