Warnung seitens der Tierärzte

Durch die Corona bedingten Schließungen der Schlachthäuser, kommt es zu geringen Schlachtkapazitäten, überfüllten Ställen und zu längeren Transporten für die Tiere.

Die Bundestierärztekammer spricht von großen Tierschutzproblemen, weil mehrere zehntausende Schlachtungen am Tag ausfallen. Die Ställe sind überfüllt, deutlich enger und die Tiere können sich noch weniger bewegen als sonst. Sollten die sommerlichen Temperaturen steigen, so könne das zu Kreislaufproblemen bei den Tieren führen. Dies hat zur Folge, dass wenn ein Tier zusammenbricht, es in Fäkalien fällt und sich wahrscheinlich unbemerkt verletzt.

Wir als Tierrechtsorganisation stellen uns die Frage, weshalb nicht gehandelt wird, wenn doch erhebliche Tierschutzprobleme bekannt sind? Werden wieder die Augen verschlossen und das Leid der Tiere für nicht wichtig empfunden, damit die Landwirte keine Einbußen erfahren müssen?!

Ein überfüllter Stall ist schlecht zu überblicken und bei nicht regelmäßiger Kontrolle ist zu befürchten, dass Tiere verenden werden. Fehlende Schlachtkapazitäten seien nicht auszugleichen.

Es ist der purer Wahnsinn, weshalb die überfüllten Ställe zustande gekommen sind. Die Regierung hat lange von COVID19 berichtet und den Lock Down vorhergesehen. Weshalb wurde bereits zu diesem Zeitpunkt nicht die Zucht der Tiere ausgesetzt?

Warum durften die Landwirte fröhlich weiter Tiere vergewaltigen um daraus ihren Profit schlagen zu können? Wie egoistisch und kurzsichtig kann ein Mensch sein? In diesem Zusammenhang bekommt das Sprichwort „über Leichen gehen“ eine bildliche Bedeutung!

Lebendige Ware die wie am Fließband produziert wird unter grausamsten Bedingungen um zu Geld gemacht zu werden. Der Leidensweg ist völlig egal, denn es geht nur um den Profit!
Jetzt rächt sich die Habgier, die es nur unter Menschen gibt, denn das massenhafte Produzieren von Lebewesen rentiert sich plötzlich nicht mehr.

Die Bundestierärztekammer fordert einen Krisengipfel zwischen den Landwirten, den Behörden, den Tierärzten und Schlachthofbetreibern. Die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner von der CDU bestätigte, dass die Landwirte große Probleme haben aufgrund der geringen Schlachtungen. Wie zu häufig ist zu vernehmen, dass hier das Leid der Tiere nicht im Vordergrund steht.

Die Tiere werden gestapelt, die Hygienebedingungen verschlechtern sich deutlich und der Stress für die Tiere steigt. Es herrschen unzumutbare Zustände in den Ställen, weil die “Ware Nutztier”, bedingt durch Corona, nicht in die Schlachthöfe verfrachtet werden kann.

Dabei ist die Lösung so einfach! Der Verzicht von Fleisch rettet nicht nur dem Tier das Leben, sondern auch dem Menschen.


https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-staelle-tiere-schlachtung-ueberfuellt100.html



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