Was wäre, wenn alle vegan leben würden

Mit dieser Frage beschäftigte sich das ProSieben Wissensmagazin Galileo innerhalb eines konstruierten Szenarios, in welchem alle tierischen Produkte aufgrund eines bevorstehenden Klimakollaps verboten werden, am 09. Dezember 2019.
Um verschiedenste Aspekte dieser folgenreichen Entscheidung zu beleuchten, zog Galileo eine fiktive Familie heran, um mit den jeweiligen Familienmitglieder zusammen die Aspekte Sport und Ernährung, Jobs und Schwarzmarkt, Kleidung und Kosmetik und Auswirkungen beim Einkaufen zu betrachten. Hier nun eine kleine Zusammenfassung des Beitrags:
Sport und Ernährung:
In dieser Sektion stellt Galileo klar, dass tierische Produkte nicht zwingend mehr Proteine
beinhalten müssen. Meist sind Hülsenfrüchte und Nüsse hierbei sogar die Vorreiter.
Auch wird festgehalten, dass die zusätzlichen Ballaststoffe in pflanzlichen Proteine länger
satt machen und somit Übergewicht effektiv und nachhaltig reduziert werden kann.
Für die Proteinquelle Soja müsste die Produktion nicht einmal erhöht werden, da bislang
90% der Sojaproduktion in die Tierfutterindustrie fließt, die nun wegfallen würde: Futter für
jährlich 50 Mrd. Tiere könnte nun eingespart werden. Muskelwachstum und gleichzeitig
Ressourceneinsparung wäre somit also kein Problem.
Jobs und Schwarzmarkt:
Metzgereien würden weiterhin fortbestehen. Die Verlagerung der Nachfrage hin zu
Ersatzprodukten gäbe Metzgern nun die Möglichkeit mit eigenen Variationen und
Kreationen ihren Berufsstand zu erhalten. Auf der Schattenseite würde ein striktes Verbot
von Fleisch und tierischen Produkten nach und nach einen Schwarzmarkt kreieren, der sich
hinsichtlich Kriminalität und Brutalität kaum vom Drogen- und Waffenhandel unterscheidet.
Zudem müssten 1 Mrd. Menschen ihr Berufsbild der veganen Lebensweise anpassen und es
gäbe selbstverständlich einige, die dazu nicht bereit wären. Einige Berufsfelder würden
wegfallen, andere würden hingegen in Massen hinzukommen.
Kleidung und Kosmetik:
Einen großen Zuwachs an neuen Berufssparten würde die Mode- und Kosmetikindustrie
verspüren. Besonders gefragt sind hier ebenfalls die Ersatzprodukte, wie Ananasleder,
Korkleder oder Kosmetika ohne Kollagen, Bienenwachs und Weichmachern.
Lebensmittel und Nährstoffe:
Ein für den Konsumenten besonders wichtiger Vorteil ist der Preisabfall der veganen
Produkte. Sie würden zur Massenware und würden sich drastisch verbilligen.
Leider behandelt Galileo in diesem Beitrag die gesamte Abdeckung der Nährstoffe durch
eine ausgewogene, vegane Ernährung nur am Rande. Während kurz genannt wird, dass eine
kontrollierte Ernährung die meisten Nahrungsergänzungsmittel überflüssig macht, hält
Galileo an dem B12-Klischee fest. Ein B12 Mangel ist kein „Veganer-Symptom“, sondern
kommt in unserer westlichen Gesellschaft auch vermehrt bei „Allesessern“ vor. Einen
Kausalzusammenhang zwischen der veganen Ernährungsweise und einem B12-Mangel gibt
es somit nicht. Vielmehr ist es der Verlust der Naturverbundenheit, der zu einem B12-
Mangel führt. Mikroorganismen im Boden, die B12 produzieren, nahm der Mensch und
auch das Tier durch ungewaschenes und leicht erdiges Gemüse oder durch das Trinken aus
Flüssen auf. Da das in der heutigen Moderne und Globalisierung noch nicht einmal bei den
Tieren aus der Massentierhaltung der Fall ist, muss diesen ebenfalls B12 supplementiert
werden. Somit ist der B12-Mangel kein Veganer-Problem, sondern ein kritisches Vitamin für
jeden. Auch hält sich der gängige Mythos von Calciummangel bei Veganern, obwohl
Grünkohl fast die doppelte Menge Calcium wie Milch vorweisen kann.

Hier findet Ihr das Video von Galileo:

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