Weil Tierrechtler gegen Schweineleid protestierten

Bürgermeister ruft zu gewaltsamer Gegenwehr auf – ANIMALS UNITED stellt Strafanzeige nebst Strafantrag!

Montag, 02.11.2020, ab 4:00 Uhr vor einem „Tönnies“-Großschlachtbetreib in Kellinghusen:

Während unzählige Schweine in Transportern vor dem Schlachthofgelände bereits auf den sicheren Tod warten, bringen zahlreiche Demonstranten des Bündnisses „Gemeinsam gegen die Tierindustrie“ ihren Unmut hinsichtlich des unsäglichen systemimmanenten Schweineleids zum Ausdruck, indem sie sich, über mehrere Stunden, angekettet und in unmissverständlicher Positionierung vor den Toren besagter Todesfabrik niederlassen…

„Unser Anliegen ist, den Betrieb hier – so lange wir können – zu stören und zu stoppen“, erklärte ein Mitglied des Bündniszusammenschlusses.

Einige Demonstranten erklommen sogar das Dach des Todeshauses, um einen überdimensionalen Banner am Gebäude zu fixieren- „SHUT DOWN TIERINDUSTRIE!“ – so die unübersehbare Forderung.

Auch die örtlichen Landwirte, die sich als primäre Opfer der Blockade empfunden hätten, blieben dem Protestgeschehen nicht lange fern – unter ihnen auch Bürgermeister und Bauernvertreter Jann-Henning Dircks. Die Bauernschaft bekundete ihren Unmut- hätte diese gegenwärtig doch signifikante wirtschaftliche Einbußen zu fürchten.

Die Tierleid-Protestler konnten die Blockade einige Stunden aufrechterhalten… Wurden dann aber – durch die örtliche Polizei – des Platzes verwiesen und müssten nun strafrechtliche Konsequenzen wegen „Hausfriedensbruch und Nötigung“ fürchten.


https://www.ndr.de/…/Protest-und-Gegenprotest-an…

Noch während des laufenden Protest-Geschehens, machte sich der Bürgermeister Norderfriedrichkoogs, Jann-Henning Dircks, diverse Social Media-Kanäle zunutze, und rief betroffene Landwirte, mittels einer vielmalgeteilten Videoansprache, zu selbstjustizieller Gegenwehr auf.

Aufruf-Zitat:

„Montag, der 02.11.2020 und in Kellinghusen am Schlachthof haben sich Tierschützer, mindestens 50 Stück, einbetoniert, angekettet und von den Gebäuden abgeseilt.
Polizei, Krankenwagen, alle sind vor Ort und die Berufskollegen, die eigentlich heute und morgen ihre Schweine aus den überfüllten Ställen liefern sollten, da sind die Lieferungen schon storniert worden.
Berufskollegen, ich fordere Euch auf, kämpft jetzt für Eure Betriebe, für Eure Familien, für Eure Zukunft.
Liebe Polizei, wir sind nicht Eure Feinde, wir sind Eure Freunde, macht um 11:00 Uhr Pause und wir regeln das.
Nehmt Vorschlaghammer, Flex und Bolzenschneider mit und dann stehen wir zusammen und dann lassen wir uns das nicht gefallen und dann ist endlich mal gut in dieser Gesellschaft mit dieser Bananenrepublik. Die Polizei guckt bloß zu, ist machtlos, sie dürfen ja keine Leute verletzen und wir Landwirte kloppen uns auf die Schulter, wenn wir zwei Stunden vor’m LEH standen und mit den Verantwortlichen geredet haben.
So geht’s nicht weiter. Also lasst uns zusammenstehen. Bis 11:00 Uhr erwarte ich jeden schleswig-holsteinischen Landwirtin Kellinghusen vor’m Schlachthof. Und wenn wir da bloß hinfahren, nicht zum Demonstrieren oder sonstiges, damit es nicht gleich wieder Anzeigen hagelt, sondern entweder um uns selbst zu befreien von diesem Pack oder um zu gucken, wie demonstriert wird, damit wir in der Zukunft vielleicht auch mal Gehör finden. 11:00 Uhr Kellinghusen, Abfahrt!“

Aufruf-Video: https://fb.watch/1x5eVtMznP/

Herr Bürgermeister Dircks sei bereits des Öfteren im Sinne der regionalen Bauernschaft – mittels fragwürdigem Vorgehen- tätig geworden.

Aufgrund der öffentlichen Aufforderung zu strafrechtlich relevantem Aktionismus, stellt ANIMALS UNITED e.V. Strafanzeige nebst Strafantrag gegen besagten Bürgermeister, Herrn Dircks, sowie gegen jene Kanalverantwortlichen, die dessen bedenklichen Worten zu öffentlicher Sichtbarkeit und Präsenz verholfen haben.

Die Mittel, welcher sich Bauernschaft und deren Repräsentanten und Vertreter bedienen, um öffentliches Gehör für deren fragwürdige Ansinnen zu erlangen, sind nicht selten als äußerst bedenklich einzustufen und zeugen von erhöhtem Maße an kriminellem skrupellosem Potenzial.

Wir bleiben standhaft, aufmerksam und wehrhaft- für TIERRECHTE. Denn Mitleid ist zu wenig❗️



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