Weil Tierschutz nicht an der Landesgrenze endet

Bayern erlässt Auflagenverschärfung für Tiertransporte!

Mittels eines Neuerlasses intendiert das Bayerische Umweltministerium größere behördliche Handhabe hinsichtlich des Verbotes von Lebendtiertransfer in das „EU-Ausland“, um Qualtransporten in sogenannte Drittstaaten Einhalt zu gebieten.

„Anlass seien Erkenntnisse, die darauf hindeuten, dass Tiere aus Bayern unter Umgehung der europäischen Tierschutzvorschriften über osteuropäische Mitgliedsstaaten weiter in bestimmte Drittländer transportiert werden.“

Dazu Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber:

„Rechtsmissbrauch ist nicht hinnehmbar. Bayerns Haltung ist klar: Tiertransporte müssen tierschutzgerecht sein. Bayern tut alles, was rechtlich möglich ist, um nicht tierschutzgerechte Transporte zu unterbinden. Mit dem neuen Erlass sollen bewusste Umgehungen des europäischen Rechts verhindert werden. Zukünftig sind Transporte innerhalb Deutschlands und der EU noch genauer zu prüfen. Sie dürfen nur noch unter engen Voraussetzungen abgefertigt werden. Außerdem erhöhen wir den Druck auf Unternehmen, denen tierschutzwidrige Transporte in entsprechende Drittländer nachgewiesen werden können.“

Transportunternehmen unterlägen demnach zukünftig der Pflicht, die Behördschaft über etwaige Transportziele zu unterrichten und zudem zu versichern, dass die zu transportierenden Tiere von ihrem Ziel aus nicht „unmittelbar in ein Drittland verbracht werden“.

„Sollten einem bayerischen Transportunternehmen tierschutzwidrige Transporte in eine der 18 gelisteten Drittländer nachgewiesen werden können, drohe ein Entzug der Zulassung. Bei einem Verdacht auf eine Straftat werde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.“

Auch was die Ausstellung „tierseuchenrechtlicher Vorzeugnisse“ betrifft, wolle man die Regelungen verschärfen. „Hier sollen die zuständigen Behörden die Ausstellung in Zukunft dann verweigern können, wenn Vorschriften des Tierschutzes bewusst umgangen werden sollen.“

Insbesondre dem Drittlandtransfer über inländische Umwege wolle man auf diesem Wege Einhalt gebieten.

„Das Bayerische Umweltministerium geht eigenen Angaben zufolge gemeinsam mit zuständigen Vollzugsbehörden vor Ort bereits seit längerer Zeit gegen Tiertransporte unter fragwürdigen Bedingungen in Drittstaaten vor. Dazu wurde eine Liste mit inzwischen 18 Staaten erstellt, in die gegenwärtig keine Tiertransporte mehr abgewickelt werden sollen. Daneben setzt sich Bayern auch weiterhin für eine nationale Lösung ein.“

Dazu führt Minister Glauber aus:

„Kein Land sollte mehr Tiertransporte an Drittstaaten abfertigen, bei denen die europäischen Tierschutzstandards nicht durchgehend bis zum Ziel eingehalten werden können. Hier müssen endlich alle Bundesländer an einem Strang ziehen. Tierschutz endet nicht an der Landesgrenze.“


https://www.topagrar.com/…/bayern-verschaerft-auflagen…

Vielversprechende hochtrabende Worte und eine begrüßenswerte Intention, wenngleich man seitens der Politik für die Gesetzesbrüche und Defizite im inländischen Tiertransportwesen weiterhin blind zu sein scheint.

Fleischverzicht rettet Leben und Würde❗️



Sag was dazu

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht