Wildpark Johannismühle Wolfsnacht, die Skandale hören nicht auf

Wildpark Johannis Mühle
Wolfsnacht, die Skandale hören nicht auf

Es wird immer “interessanter” im Wildpark Johannismühle. Während sich Behörden und Politiker/innen im Hinblick auf unsere Meldungen und Anfragen ausschweigen, hat der Wildpark für Samstag, 14. September 2019, zur Wolfsnacht eingeladen. Interessant hierbei ist, dass als Referent der Berufsjäger Frank Feimann, Verwalter des Forstgutes Johannismühle des Großindustriellen Ewald Kösters, angekündigt wird.

Wer ist denn dieser Referent?

Der Berufsjäger Frank Feimann saß im Jahr 2014 bereits wegen des Verdachts, Wölfe mittels Lebendfalle (lebendige Schafe) fangen zu wollen vor dem Amtsgericht Zossen.

https://www.maz-online.de/…/Verfahren-wegen-moeglicher-Wolf…

Ebenfalls haben unsere Recherchen ergeben, dass Frank Feimann aktiver Unterstützer der Kampagne “Wolfsfreie Zone”, die sich aktiv zu Abschüssen des streng geschützten Tieres bekennt.

https://www.wolfsfreiezone.de/…/star…/unterstuetzer-anzeigen

Weiterhin konnten wir recherchieren, dass Frank Feimann bereits im Jahr 2015 als Leiter eines von Ewald Kösters und seinem Sohn initiierten “Wolfssymposiums” agierte, dessen Inhalt als deutlich “Anti-Wolf” zu erkennen war.

https://www.google.de/url…

Ferner konnten wir im Rahmen unserer Recherchen feststellen, dass es auch im Jahr 2018 erneut zu Ermittlungen des Landeskriminalamtes Brandenburg im Zusammenhang mit einer vermutlichen “Kirrung” von Wölfen durch lebendigen Schafen kamen.

Berichterstattungen hierzu finden sich gehäuft im Internet auch von der Tierschutzorganisation PETA.

https://www.bild.de/…/hat-dieser-jaeger-woelfe-in-die-schaf…

http://woelfeindeutschland.de/woelfe-mit-lebenden-schafen-…/

Zusätzlich zu allen, bereits aufgedeckten Missständen und politischen Verstrickungen, gesellt sich nun ein bekennender Wolfsgegner, der bereits einschlägig mit dem Naturschutzgesetz in Konflikt geraten ist, in die Geschehnisse ein.

Animals United sieht die Auswahl des Referenten Feimann sehr kritisch, so haben doch “Wolfsnächte” in zoologischen Einrichtungen eigentlich das Ziel, Interessierte wertfrei über den Beutegreifer Wolf zu informieren, so ist es jedenfalls üblich. Seriöse zoologische Einrichtungen sehen sich neben der Präsentation von Tieren auch als entscheidender Faktor im Tier- und Artenschutz.

Wir finden es auch hier wieder sehr interessant, dass einer der Ersten, die die Veranstaltung des Wildtierparks “gelikt” haben, der parteilose Bürgermeister der Stadt Baruth/Mark, Peter Ilk ist. Sollten ihm die Diskussionen, polizeilichen Ermittlungen, Gerichtsprozesse, sowie die Einstellung des Referenten Feimann gegenüber Wölfen doch hinreichend bekannt sein.

Was hier jedoch geschieht rückt all die zoologische Einrichtungen, wie zum Beispiel den Wildpark Schorfheide und seine sehr professionellen Wolfsnächte, in ein schlechtes Licht, was Animals United sehr kritisch betrachtet. Wieder einmal ein Schachzug der Wildparkbetreiber, der nicht gerade überlegt und von fachspezifischer Kenntnis entstanden zu sein scheint. Hiermit soll womöglich über die anhaltende Kritik abgelenkt werden.



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