Wildunfälle, was tun?

Jedes Jahr werden in Deutschland gut 275.000 Verkehrsunfälle mit Wildtieren gemeldet. Dieses bedeutet täglich 750 Unfälle. Hierbei ist oftmals das Wildtier der Leidtragende, trotzdem sorgen sich viele Beteiligte zuerst um ihren materiellen Schaden.

Diese Unglücke lassen sich leider in der heutigen Zeit nicht vermeiden, aber wir können diese minimieren.
Besonders in der Dämmerung sollten wir unsere Geschwindigkeit anpassen und jederzeit, besonders am Rand von Wiesen, Feldern und Wäldern mit plötzlichem Wildwechsel rechnen.

Wenn Wild auf der Straße oder am Straßenrand auftaucht, sollten Autofahrer das Fernlicht abblenden und hupen.

Sollte trotzdem einmal dieser traurige Fall auch euch treffen, so handelt bitte besonnen. Leider gibt es immer wieder Fälle, wo uns verletzte Wildtiere gemeldet werden, die einfach ungemeldet geblieben sind und langsam sterben. Manches Wildtier schleppt sich verletzt in die geschützten Bereiche und stirbt jämmerlich. Meldet jede Kollision, auch wenn euer Fahrzeug keinen Schaden genommen hat.

Hier möchten wir auch ganz kurz eine Lanze für einige Jäger*innen brechen:

Nicht jeder Jäger*in ist ein Mörder, auch wenn wir uns grundsätzlich gegen die Jagd aussprechen. Es gibt auch ein paar wenige Jäger*innen, denen wir Respekt zollen – jene, die sich um verletzte Tiere kümmern, jene Heger und Pfleger, die aus Liebe zur Umwelt und Natur handeln und eben nicht des Mordes wegen unterwegs sind. Jene, die oft stundenlang diese armen, verletzten Tiere suchen und behandeln, ggf. erlösen. Ja, es gibt auch diese Gruppe bei den Jägern.

Verhaltenstipps nach einem Wildunfall:

1. Unfallstelle sichern: Warnblinklicht einschalten, Warndreieck aufstellen.
2. Die Polizei benachrichtigen.
3. Ein verletztes oder getötetes Tier möglichst nicht anfassen. Das Bergen des Tieres ist Aufgabe des Försters oder Jagd-Pächters.
4. Fotos vom Unfallort, vom Tier und vom Fahrzeug machen. Das ist hilfreich für eine schnelle Schadensbearbeitung.
5. Eine Wildunfallbescheinigung von Polizei, Förster oder Jagd-Pächter ausstellen lassen.
6. Den Versicherer anrufen, bevor die Wildspuren beseitigt sind oder das Fahrzeug repariert, verschrottet oder verkauft wird.

Vorausschauendes vorsichtiges Fahren kann, vor allem in der Wildwechsel-Hochzeit, Nerven und Leben schonen.



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