Zwangsschließung wegen Corona-Krise – Zoo plant Notschlachtungen

Aufgrund der, durch die Corona-Krise verhängte Zwangsschließung, ziehe der Tierpark Neumünster Notschlachtungen in Betracht, da es an jenen finanziellen Mitteln mangele, welche die Versorgung der Zoo-Tiere gewährleisten.

Als letztes müsse, sollte es zu einer gänzlichen Mittellosigkeit kommen, Eisbär „Vitus“ dran glauben.

„Der Tierpark hat zurzeit keine Einnahmen durch Besucher und wird ausschließlich durch Spendengelder am Leben erhalten.“

„Wir bekommen keine städtischen Gelder und alles, was wir bis dato an Landesgeldern beantragt haben, ist noch nicht eingetroffen bei uns. Wir überleben aktuell nur durch Spendengelder. Doch wenn – und das ist wirklich der aller worst, worst case – wenn ich kein Geld mehr habe, Futter zu kaufen, oder wenn es passieren sollte, dass mein Futterlieferant aufgrund neuer Restriktionen nicht mehr liefern kann, dann würde ich Tiere schlachten, um andere Tiere zu füttern.“- so die Zoodirektorin, Verena Caspari.


https://www.zdf.de/…/coronavirus-zoo-zootiere-notschlachtun…

“Bildung durch Emotion”

Mit diesem Motto versucht der Tierpark Neumünster zu sympathisieren. Die “Emotion” allerdings, scheint ihren Stellenwert zu verlieren, sobald das vermeintliche Bestreben hinsichtlich der “Bildung”, aufgrund eines Besuchereinbruches, nicht mehr bedient werden kann.


https://tierparkneumuenster.de/de/…

Wie kann es sein, dass Zoos und Tierparks derart kurzsichtig wirtschaften und gänzlich von einem stetigen Besucherfluss abhängig sind?

Ein Geschäftsmodell, welches lebende Geschöpfe impliziert, muss in jeder wirtschaftlichen Phase liquide genug sein, um Selbige jeder Zeit und ausnahmslos adäquat versorgen zu können!

Dass in diesem Fall sogar eine Tötung in Betracht gezogen wird, steht symbolisch für die Degradierung und Instrumentalisierung der Tiere im Interesse wirtschaftlicher Präferenzen!

Die „Notschlachtungen“ betreffen unseres Wissens nach auch nicht nur den Zoo Neumünster. Es sollten schon vor einigen Jahren generell genehmigt werden, nur die öffentliche Empörung bei der Schlachtung einer Giraffe im Zoo von Kopenhagen verhinderte dieses.

Nun versucht man die Corona Pandemie für dieses zukünftige Vorgehen und dem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz für sich zu missbrauchen.



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