“Bei Biobetrieben steht das Tierwohl an erster Stelle”, oder?

Zwar wächst in der deutschen Bevölkerung der Wunsch mit dem eigenen Konsum keine Tierquälerei zu unterstützen, gleichzeitig möchte mensch jedoch nicht auf Fleisch, Milch & Co. verzichten. Deshalb greifen viele Konsument_innen auf Biofleisch oder sogar auf Produkte mit Bioland-Siegeln zurück. So scheint der innere Konflikt gelöst. Fleischgenuss und Tierwohl lassen sich wohl doch vereinen – weit gefehlt! Fleisch mit allerlei Bio-Siegeln ist keine Alternative. Aktuelle Recherchen sprechen eine deutliche Sprache und beweisen diese Erkenntnis von Neuem.

Die rosarote Scheinwelt der Biosiegel

Biosiegel aller Art bauen eine wunderschöne Scheinwelt von Kühen, Schweinen und Hühnern auf, die auf einer grasgrünen Wiese die Sonne genießen. Bioland, beispielsweise, wirbt mit “vollem Einsatz für bestes Tierwohl” und “Frischluft und Sandbad satt”. Bei den dabei entstehenden Bildern scheint es sogar so, als würden die Tiere in den für immer währenden Schlaf gestreichelt werden. Geschicktes Marketing versteckt hinter dieser Fassade die grausame Realität und die Qualen, die die Tiere tagtäglich erleben müssen.

Wunschdenken trifft auf Realität

Die Tierhaltung von Bioland oder dem staatlichen Biosiegel unterscheidet sich nur marginal von der konventionellen Intensivtierhaltung. Recherchen (momentan aktuellste von ARIWA) zeigen, von welchen Bedingungen die traurige Realität gezeichnet ist: Zuchtsauen werden in Abferkelgittern fixiert, in denen sie sich kaum oder gar nicht bewegen können. Viele der Schweine leiden an Geschwulsten und Entzündungen, die nicht behandelt werden. Kahlgepickte Hühner und eitrige Kloaken gehören nicht zu den Ausnahmefällen in Bioland-Betrieben, in denen bis zu 3.000 Legehennen gehalten werden. Kühe müssen durch die eigenen Exkremente waten und junge Kälber werden ihren Müttern entrissen. Allen steht letztendlich daselbe Schicksal bevor: der gewaltsame Tod, um unseren unnötigen Genuss zu befriedigen. Dass diesen Betrieben das Tierwohl am Herzen liegt, klingt nicht nach mehr als einem schlechten Witz.

Biosiegel aller Art sind wertlos

Die Realität zeigt, dass Bio-Siegel aller Art keineswegs eine Verbesserung für die “gehaltenen” Tiere darstellen. Ob wenige Zentimeter mehr oder weniger – niemand wird in den Tod gesungen und gestreichelt. Viel mehr werden die Verbraucher_innenn getäuscht und es wird lediglich ein gutes Gewissen suggeriert. Tierische Bio-Produkte sind ganz klar keine Alternative. Dass das Lebensende aller “Nutztiere” qualvoll verläuft – ganz egal, ob bio oder nicht – zeigt sich auch am Schlachthof in Fürstenfeldbruck, der im Mai aufgrund drastischer Verstöße geschlossen wurde. Regional und bio waren auch hier groß auf der Agenda.

Schaut nicht länger zu, ändert etwas!

Jedes Jahr werden über 60 Milliarden sogenannter „Nutz“tiere getötet, um sie zu verzehren. Hinzu kommen Milliarden Fische und andere Meeresbewohner_innen. Die meisten dieser Tiere finden einen grausamen Tod nach einer kurzen und meist qualvollen Existenz – denn ein Leben ist es nicht. Dabei steht längst fest, dass der Konsum tierischer Produkte Tier, Mensch und Natur schadet. Knapp 100 Tiere rettet jährlich, wer sich für eine vegane Ernährung entscheidet. Jede_r hat die Wahl – jeden Tag am Supermarktregal! Probiert rein pflanzliche (vegane) Lebensmittel – für Tier, Mensch, Natur und euch! Informiert euch & andere!



Laura

Laura

"Solange die Menschen Tiere quälen, foltern und erschlagen, werden wir Krieg haben. Wie können wir irgendwelche idealen Zustände auf Erden erwarten, wenn wir die lebenden Gräber getöteter Tiere sind?" (George Bernard Shaw)
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