Die Macht des Mitgefühls

Was treibt Menschen dazu an, sich für Tiere einzusetzen? Oder auch für andere Menschen? Diese Frage beschäftigt mich immer, wenn ich höre, dass jemand sich für irgendetwas engagiert. Ich höre von Menschen als Motivation für ihren Einsatz für Tiere oft Fakten wie Gerechtigkeit, Umweltverschmutzung, Rechte oder ähnliches. Diese Fakten sind natürlich auch wichtig und ein Argument gegen das Elend. Aber für mich persönlich sind diese Fakten nur eine Argumentationshilfe. Meine Motivation ist Mitgefühl.

Lebewesen wollen leben

Für mich gibt es nur einen einzigen Grund, warum Tiere nicht benutzt, ausgebeutet und getötet werden dürfen: Sie sind Lebewesen. Es ist total egal für mich, ob sie fühlen oder nicht, ob sie Rechte haben oder nicht. Sie sind Lebewesen, ihnen wurde ein Leben geschenkt, und das alleine verbietet es jedem Menschen, sich über sie zu stellen und zu entscheiden, was mit ihnen und ihrem Leben geschieht. Das gilt natürlich genauso für menschliche Tiere und ich wundere mich auch immer, dass wenn es um das Leiden von Menschen geht, niemand mit solchen Fakten argumentiert. Oder habt ihr schon mal gehört, dass jemand gegen Kinderarbeit ist, weil die Kinder zu viele Angsthormone ins Grundwasser pinkeln?

Mitgefühl als Motivation

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Menschen sich aus Mitgefühl für Tiere stark machen. Aber sie verstecken es unter dem, was ich Fakten nenne. Viel zu wenige zeigen sich mit ihrem Mitgefühl. Vielleicht weil sie es als Motivation zu lächerlich finden, oder weil sie Angst haben, dass sie verhöhnt, als „Heulsuse“ oder „Warmduscher_in“ belächelt oder angegriffen werden würden. Aber wer Mitgefühl offen zeigt und dazu steht, wird stark. Denn sie-er muss sich nicht mehr hinter etwas verstecken, was eigentlich nur eine Argumentationshilfe ist. Meiner Erfahrung nach sind diese Fakten dann auch meistens gar nicht mehr nötig in der Diskussion. Denn über Mitgefühl kann man nicht diskutieren. Wer sagt, dass ich falsch liege, wenn ich mich aus Mitgefühl mit Tieren für ihre Freiheit einsetze und meine Lebensweise verändere, der hat selbst ein Problem mit Mitgefühl. Ich behaupte nicht, dass Menschen, die Fleisch essen oder Tiere auf irgendeine andere Art direkt oder indirekt nutzen, kein Mitgefühl haben. Ich bin absolut überzeugt davon, dass jeder Mensch Mitgefühl und Empathie hat und empfinden kann, denn das sind grundmenschliche Eigenschaften. Aber viele Menschen lassen diese Gefühle nicht zu. Denn wer mit einem leidenden Tier wirklich mit-fühlt (und es nicht nur bemitleidet), wer ihr_sein Mitgefühl für Lebewesen zulässt, die_der KANN einfach nicht mehr anders, als ihren_seinen Teil dazu beizusteuern, dass dieses Leiden aufhört und es gar nicht mehr erst zu Leiden kommt. Mitgefühl treibt Menschen zu Veränderung an. Es macht stark, es macht Mut, es lässt Menschen über sich hinauswachsen. Es verleiht Menschen die Kraft, sich selbstlos für andere stark zu machen.

Die Macht des Mitgefühls

Unsere Freund_innen von Animals‘ Angels wollen mit ihrem eindrücklichen, neuen Video „Die Macht des Mitgefühls“ Menschen würdigen, deren Mitgefühl für die Tiere sie auf die Straße gehen lässt. Die natürlich auch davor zurückschrecken, belächelt, verhöhnt oder angegriffen zu werden ‒ und die sich trotzdem mit ihrem Mitgefühl für die Tiere mutig in der Öffentlichkeit zeigen. Und dadurch an die Würde der Tiere erinnern.

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Diese Welt braucht mehr Menschen, die Mitgefühl und Empathie zeigen, denn an diesem Mangel krankt unsere Menschheit. Gäbe es mehr Mitgefühl, wären Leid, Gewalt und Elend nicht mehr in diesem Umfang möglich. Jeder Mensch, der sich mit dem eigenen Mitgefühl offen zeigt, trägt zum Wandel bei. DANKE an euch alle da draußen, die ihr euch nicht abhalten lasst, euch zu zeigen! Vergesst nie, welche Macht jede_r Einzelne hat. Bitte verbreitet dieses Video und erinnert andere Menschen immer wieder an ihre “Macht”.



Anita

Bewusstsein ist nicht alles. Aber ohne Bewusstsein ist Alles nichts.
Anita

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