Tierleidfrei genießen: Einschulungstorte

Die Einschulung ist für jedes Kind etwas ganz besonderes und meistens kommen Verwandte, mit denen ein bisschen gefeiert wird. Zu jeder ordentlichen Feier gehört auch ein ordentlicher Kuchen. Am besten einer, für den kein Tier leiden musste und mit dem mensch sein Kind reinen Gewissens in diese Abenteuer starten lassen kann.

Bei der Einschulungstorte habe ich mich für einen Bananenkuchen mit einer Schoko”butter”creme und Fondantdekor entschieden.

Zutaten

Fondant

  • 60ml Wasser
  • 20ml Glycerin (99%ig aus der Apotheke)
  • 20g Agar-Agar
  • 110ml Glucose- oder Zuckerrübensirup
  • 5 EL Pflanzenfett (kein Palmfett!)
  • 900g Puderzucker
  • Lebensmittelfarben
  • Sieb

Ei-Ersatz für 6 Eier

  • 12 EL Mehl
  • 2 Pck. Backpulver
  • 12 EL Sonnenblumenöl
  • 18 EL Wasser

Bananenkuchen

  • 250g Rohrzucker
  • 250g Margarine (vegan) + etwas zum Einfetten der Kuchenform
  • 6 x Ei-Ersatz
  • 300g Mehl
  • 1,5 Pck Backpulver
  • 2 TL Zimt
  • 3 reife Bananen, püriert

Creme

  • 300g vegane Zartbitterschokolade
  • 30ml (Vanille-)Sojadrink, lauwarm
  • 1 Vanilleschote
  • 450g Margarine (vegan)
  • 500g Puderzucker

Zubereitung

Für den Fondant wird das Wasser im Wasserbad erwärmt und das Agar-Agar nach und nach eingerührt. Der Sirup, das Glycerin und das Pflanzenfett werden dann solange hineingerührt bis die Masse gleichmäßig warm geworden ist. Als Nächstes wird das Gefäß aus dem Wasserbad genommen und der feingesiebte Puderzucker mit einem Löffel langsam eingerührt. Sobald die Masse anfängt zu binden, knetet mensch sie zu einem Ball. Danach wird die Masse auf einer mit Puderzucker bestäubten Arbeitsfläche so lange geknetet bis sich keine Risse mehr bilden. Sollte die Masse zu trocken sein, könnt ihr noch etwas Pflanzenfett einkneten.

Nun kann mensch einen Teil des Fondants für die Deko in den Farben seiner Wahl einfärben. Zum Formen von Figuren eignet sich am besten Modellierfondant. Für die Deko hier geht auch normaler Fondant, da er überwiegend nur ausgerollt und zugeschnitten wird. Für die Stifte und die Tafel wird der Fondant ausgerollt und zugeschnitten. Die Einzelteile werden dann zusammengesetzt. Hier kann der Fondant etwas dicker sein, damit die Einzelteile stabiler und einfacher zu verarbeiten sind. Details können am besten, wenn die Dekorelemente schon an der Torte angebracht sind, mit Lebensmittelfarbe aufgemalt werden. Beispielsweise Streifen auf den Stiften oder die Schrift auf der Tafel.

Der Ei-Ersatz sollte schon zubereitet werden bevor mensch mit dem Kuchenteig anfängt. Dafür wird das Mehl zunächst mit dem Backpulver vermischt. Danach werden Öl und Wasser dazugegeben und gut aufgeschlagen. Für den Kuchen wird zuerst der Zucker mit der Margarine schaumig aufgeschlagen und dann der schon vorbereitete Ei-Ersatz hinzugegeben. Danach fügt mensch alle trockenen Zutaten hinzu. Das Ganze wird dann in das Bananenpüree eingerührt.

Der Teig wird in eine eingefettete und optional mit Paniermehl ausgestreute Backform gegeben. Den Boden des Kuchenblechs kann mensch auch, anstatt ihn einzufetten, mit Backpapier auslegen. Bei 180°C Ober- und Unterhitze wird der Kuchen für ca. 45 Minuten gebacken. Das ist allerdings bei jeder Form und jedem Ofen unterschiedlich, daher sollte mensch den Teig immer wieder zwischendurch kontrollieren. Der Boden sollte erst aus der Form gelöst werden, wenn er komplett ausgekühlt ist.

Für die Creme wird zu Beginn die Schokolade im Wasserbad geschmolzen. Der Sojadrink wird mit dem Mark der Vanilleschote zu der Margarine gegeben und cremig gerührt. Die lauwarme Schokolade wird unter die Masse gerührt. Das Ganze wird dann mit dem Puderzucker nach und nach aufgeschlagen und bis zur Verwendung gekühlt, falls ihr die Creme im Voraus zubereitet. Achtet dabei darauf, dass ihr die Creme bevor ihr sie benötigt rechtzeitig aus dem Kühlschrank holt, damit sie nicht zu fest ist. Bevor ihr sie verwendet, könnt ihr sie auch noch mal kurz aufschlagen, um sie cremiger zu bekommen.

Wenn alle Einzelteile zubereitet sind, geht es ans Zusammensetzen der Torte. Der Boden muss, bevor mensch mit der Creme weiter arbeitet, immer gut ausgekühlt sein, sonst ist er nicht stabil genug und die Creme zerfließt. Von dem Boden wird zunächst der obere Teil (wieder mit der Tortensäge) abgeschnitten, damit mensch eine glatte Oberfläche hat. Auf einen der beiden entstandenen Böden wird nun ein Teil der Buttercreme mit der Palette gestrichen und der andere Boden wird auf den ersten gesetzt. Daraufhin kommt die erste Schicht Buttercreme um die Torte. Diese ist nicht sehr dick und hat den Zweck die Krümel zu binden. Danach kommt die Torte für ca. eine halbe Stunde bis Stunde in den Kühlschrank. Dann kommt die zweite Schicht Buttercreme. Nun sollte sauber gearbeitet werden, denn mensch kann mit dem Fondant zwar kleine Fehler, aber keine groben Unfeinheiten kaschieren. Nachdem die Torte mit der Palette wieder schön glatt gestrichen wurde, kommt sie wieder in die Kühlung, damit sie stabil für das Einkleiden mit Fondant ist.

Der Fondant wird gleichmäßig auf einer mit Puderzucker bestäubten Arbeitsfläche ausgerollt. So, dass er nicht zu dick ist, aber auch nicht reißt. Dann legt mensch ihn so, dass alles bedeckt ist, auf die Torte und glättet ihn mit dem Fondantglätter. Die überstehenden Reste können abgeschnitten werden. Nun geht es auch schon ans Verzieren. Die vorgefertigten Dekorelemente können mit etwas Wasser auf der Rückseite auf der Torte befestigt werden. Aber Vorsicht, dass ihr nicht zu viel Wasser benutzt, da Fondant wasserlöslich ist. Die Tafel könnt ihr nun noch nach Belieben beschriften. Ich habe hierfür Lebensmittelfarbe und einen dünnen Pinsel oder einen Zahnstocher benutzt.

Schon ist das vegane Kunstwerk bereit, eurem Sprössling eine riesen Freude zu bereiten!

Guten Appetit und bis zum nächsten Ma(h)l!

Jedes Jahr werden über 60 Milliarden sogenannter „Nutz“tiere getötet, um sie zu verzehren. Hinzu kommen Milliarden Fische und andere Meeresbewohner_innen. Die meisten dieser Tiere finden einen grausamen Tod nach einer kurzen und meist qualvollen Existenz – denn ein Leben ist es nicht. Dabei steht längst fest, dass der Konsum tierischer Produkte Tier, Mensch und Natur schadet. Knapp 100 Tiere rettet jährlich, wer sich für eine vegane Ernährung entscheidet. Jede_r hat die Wahl – jeden Tag am Supermarktregal! Probiert rein pflanzliche (vegane) Lebensmittel – für Tier, Mensch, Natur und euch! Informiert euch & andere!



Franziska

Franziska

Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit. (Albert Schweitzer)
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