#FreeBen – Die spektakuläre Befreiung des letzten Zirkusbären Deutschlands!

Am heutigen Dienstag, den 14.3. jährt sich unsere spektakulären Befreiung des letzten Zirkusbären Deutschlands: Ben lebt heute auf einem Gnadenhof, wir veröffentlich nun das gesamte brisante Material der Beschlagnahmung! #FreeBen

Ben, der letzte Zirkusbär Deutschlands, hielt Tierfreund_innen bundesweit in Atem

Mit dem heutigen Dienstag jährt sich seine spektakuläre Befreiung und Beschlagnahmung durch uns und das Veterinäramt in Begleitung der Polizei im niederbayerischen Plattling zum ersten Mal. Unbeaufsichtigt und unversorgt war der Bär in einer dunklen Box am Straßenrand abgestellt worden. Bei seiner Befreiung kam es zu tumultartigen Szenen, der Zirkus versuchte vehement, sich zu widersetzen. Vergebens. Bär Ben genießt seither seine Freiheit in einem Bärenpark. Ein Erfolg mit Potential. Wir veröffentlichen daher nun das komplette Material zur Befreiung:

Tumultartige Szenen bei der Befreiung

Fälle wie der des letzten deutschen Zirkusbären Ben zeigen für uns, dass Zirkusse ihren Ansprüchen nach „artgerechter Haltung“ und „Tierschutz“ nicht nachkommen können. Da an einigen Orten, an denen Zirkus Alberti/Louis Knie vergangenes Jahr gastieren wollte, bereits Wildtierverbote erlassen worden waren, stellte der Zirkus den Bären kurzerhand mehrfach und dauerhaft in einem kleinen, dunklen Bauwagen ohne Zugang zu Futter unbeaufsichtigt ab. Wir von der Tierrechtsorganisation ANIMALS UNITED erstatteten, nach wochenlangen Recherchen, daraufhin Anzeige beim Veterinäramt, als der Zirkus im niederbayerischen Plattling abermals derart handelte. Das Landratsamt Deggendorf ließ Ben umgehend beschlagnahmen, wobei es zu Tumulten kam und unsere Aktivist_innen von den Zirkusbetreiber_innen angegriffen wurden. Eine der Tierrechtler_innen wurde dabei auf den Boden geschleudert und mit Stiefeltritten traktiert. Als das Veterinäramt und die Polizei einschreiten wollten, rasten die Zirkusmitarbeiter_innen mit Ben durch einen angrenzenden Zaun und nahmen Reißaus, wobei sie beinahe die Beamt_innen überfuhren.

Ben konnte zu guter Letzt dennoch beschlagnahmt und in einen Bärenpark bei Bad Füssing gebracht werden. Nach intensiven Prozessanstrengungen seitens des Zirkus bis vor das Oberlandesgericht München wurde entschieden, dass die Beschlagnahmung seine Richtigkeit hatte und Ben fortan in dem Bärenpark leben darf. Die Entscheidung der zuständigen Richter war die einzig richtige. Tierschutzwidriger geht es für ein Wildtier nicht! Der damalige Gerichtsbeschluss ist ein immenser Lichtschimmer am Ende eines dunklen Tunnels von massiven und kaum verfolgten Tierschutzverstößen in Zirkussen deutschlandweit. Denn Zirkus Louis Knie/Alberti ist ein schwarzes Schaf unter schwarzen Schafen.

Kein Applaus und Geld für Tierquälerei

Für uns steht fest, dass Zirkusse grundsätzlich niemals ein artgerechtes Zuhause für Tiere bieten können. Darauf sind sie auch nicht ausgelegt, es geht schlichtweg um Profit. Wir fordern daher einen tierfreien Zirkus, der auf atemberaubende Artistik und bunte Clownerie setzt. Und wir sind dabei längst nicht mehr allein. Bereits 2003, 2011 und auch 2016 forderte der Bundesrat ein Verbot bestimmter Wildtiere, die Bundesregierung zögert weiterhin. Immer mehr Kommunen nehmen sich der Thematik daher selbst an, indem sie Zirkusunternehmen mit Wildtieren auf ihren kommunalen Flächen verweigern. Mit Rückenwind. Denn die Mehrheit der Bevölkerung steht laut repräsentativer Umfragen hinter einem Verbot. Ende Februar dieses Jahres kamen rund 650 Menschen nach München vor den Circus Krone. Wir hatten zur bisher größten Großdemonstration für einen tierfreien Zirkus gerufen. Das Thema Tierzirkus bewegt die Nation und das zu Recht.

Die horrenden Bedingungen, unter denen wir Ben und die zwei verwahrlosten Hunde des Zirkus damals in Plattling gefunden haben, sind leider keine Ausnahme und bestätigen, dass die Wörter ‚artgerecht‘ und ‚Zirkus‘ absolut nicht miteinander vereinbar sind. Die unverbindlichen ‚Zirkusleitlinien‘ sind eine Farce. Wir fordern daher akut und grundsätzlich einen komplett tierfreien Zirkus. Höchste Zeit, dass die Bundesregierung endlich einlenkt. Bis der letzte Schritt zu einem bundesweiten Wildtierverbot beschritten wird, liegt es jedoch weiter in der Hand der Kommunen, Verbote zu erlassen, ein- und beizubehalten, sowie in der Hand aller, Tierquälerei über ihren Nichtbesuch abzustrafen. Spaßbringende Alternativen gibt es ja heute zu Genüge.

Ben müssen alle anderen Tiere folgen

Mit der Befreieung des letzten Zirkusbären Deutschlands haben wir ein Zeichen gesetzt. Wir danken allen, die so viele Jahre für Ben gekämpft haben und allen, die mitgeholfen haben, aus tiefstem Herzen! Lasst uns dafür sorgen, dass Ben nie wieder zurück muss und alle anderen Zirkustiere bald wie er frei sein dürfen! In Kürze rufen wir zu deutschlandweiten Demos auf. Für die Geknechteten, für die Ausgebeuteten, für die Stimmlosen – für die Tiere im Zirkus! Denn artgerecht ist nur die Freiheit! Zirkus JA, aber OHNE Tiere! #CircusOHNE

Informiert euch & andere!
Macht euch stark für Tiere und ihre Rechte!

>>> #FreeBen <<<



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