gefährdet – bedroht – ausgestorben

Etwa zwei Millionen Tier- und Pflanzenarten sind bislang beschrieben worden. Acht Millionen oder mehr, sollen schätzungsweise auf unserer Erde existieren. Unzählige von ihnen verschwinden jährlich. Der Verlust der Artenvielfalt, stellt eine der gravierendsten – hinsichtlich seiner Folgen, unberechenbarsten Katastrophen der heutigen Zeit dar und resultiert primär aus kurzsichtiger globaler Ökonomisierung.

Vor allem die massive Übernutzung natürlicher Ressourcen, die Klimakrise, sowie die Verdrängung von Flora und Fauna, aufgrund homogenisierter breitflächiger Bewirtschaftung, rangieren ganz oben unter den menschengemachten ursächlichen Einflussfaktoren.

Allein in Deutschland sind mittlerweile 33% der Wirbeltiere, 34% der Wirbellosen, 31% der Pflanzen und 20% der Pilze & Flechten entweder bestandsgefährdet- oder bereits ausgestorben!

Ein zuverlässiger Indikator für den Zustand der Biodiversität stellt vor allem die „Rote Liste“ dar, die neben der Internationalen- auch nationale Rote Listen zählt. Neben der „bundesweiten Roten Liste“ existieren in Deutschland zudem einzelne Listen der Bundesländer, die den Artenreichtum einzelner Bundesgebiete repräsentieren und dokumentieren.

Ganz oben auf der Liste der bedrohten Arten in Deutschland nimmt u.a. der Feldhamster eine traurige Position ein, da dieser akut vom Aussterben bedroht ist. Auch wurde der kleine Nager bereits auf der internationalen „Red List“ der IUCN aufgenommen. In einigen Bundesländern bereits ausgestorben- zählt das possierliche Tierchen mittlerweile zu den am stärksten bedrohten Säugertierarten Deutschlands. Da seine naturgegebenen Vorzüge nach reichhaltigen Böden stark mit den Präferenzen der Getreidewirtschaft kollidieren, musste sich der Feldhamster im Laufe der letzten Dekaden der Intensivierung des großflächigen Kornanbaus beugen und wurde aus seinem natürlichen Domizil verdrängt. Bereits seit Jahren gehen die Bestände des Hamsters stark zurück und dieser wird – ohne zeitnahe Intervention – in absehbarer Zeit gänzlich von Deutschlands Feldern verschwinden.

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https://www.rote-liste-zentrum.de/

Unzählige weitere tierische Raritäten setzen die traurige Liste fort. Darunter akut bedrohte Vogelarten wie der Kiebitz, die Bekassine, der Goldregenpfeifer und der Wiesenpieper. Vögel, deren Bestandsdezimierung ebenfalls aus der exzessiven Bewirtschaftung und Homogenisierung hiesiger Böden und Ländereien resultieren.

Auch Amphibien wie der Alpensalamander und Insekten wie der blauschillernde Feuerfalter, könnten schon bald gänzlich von der Bildfläche verschwinden, welche nurmehr von ökonomisch bedingter Monotonie und Denaturierung dominiert wird.

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https://www.welt.de/…/Diese-Tiere-sind-in-Deutschland-akut-…

Wie so oft, blendet der Mensch auch hinsichtlich dieser bedrohlichen Entwicklung mögliche Risiken aus und lässt, der Bequemlichkeit und der monetären Interessen wegen, Kurzsichtigkeit und Ignoranz walten. Das Aussterben einer Art, ob tierischer oder pflanzlicher Natur, ist unumkehrbar und birgt unkalkulierbare weitreichende Folgen. Synergetischen ökologischen Korrelationen droht der Kollaps, sollten zu viele ihrer Akteure schwinden. Die kompensatorischen Fähigkeiten dieser Erde haben Grenzen. Ein ökologischer Zusammenbruch bedroht nicht nur die Existenz der Flora & Fauna, sondern ebenso die der Menschheit.

Um diesem bedrohlichen Trend Einhalt zu gebieten, bedarf es diverser konsequenter Anpassungen bzgl. unseres Konsumverhaltens und eines rationaleren Umganges mit essenziellen Ressourcen, welcher wir uns bis dato gänzlich unreflektiert bedienen.

Was DU tun kannst, um das Artensterben zu minimieren:

Verzichte auf Fleisch & tierische Produkte!

Der exzessive Fleischgenuss zählt zu den Hauptfaktoren der Zerstörung fundamentaler ökologischer Habitate, welche unweigerlich die Verdrängung und das Aussterben unzähliger Pflanzen- und Tierarten zu verantworten hat. Da dieser, aufgrund der globalen Futtermittelherstellung Unmengen an Ländereien und Anbaugebieten beansprucht, die nicht nur unglaublich platzintensiv sind, sondern zudem von großflächiger Monokultivierung leben, welche ökologischen Facettenreichtum nicht erlaubt und somit ein dauerhaftes Artensterben nach sich zieht!

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Vermeide unnötige Autofahrten!

Kurzstrecken lassen sich bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Schnell in die Laufschuhe geschlüpft oder aufs Fahrrad geschwungen, statt den Automotor für einen Sprung zum Laden nebenan zu starten, schont Klima, Umwelt und fördert Gesundheit und Fitness!

✈️ Zug statt Flug!

Statt jeden Sommer mit dem Flugzeug in die entlegensten Länder reisen, zur Abwechslung einfach mal gemütlich in den Zug setzen und den Sommerurlaub im eigenen Land genießen. Flüge gehen mit sehr hohen Emissionsraten einher!

Wuchern lassen statt mähen!

Der kurzgetrimmte „englische Rasen“ ist wohl der Inbegriff für vegetationsfeindliche Pedanterie, da er kein Kleeblättchen oder Gänseblümchen duldet und damit auch essenzielle ökologische Akteure wie Insekten und Weichtiere verschmäht. Auch stellt die übereifrige „Dauermaht“ eine tödliche Gefahr für kleine Säuger wie Igel dar! Üppige Wiesenkräuter und Wildblumen locken und nähren allerlei Getier, das es unbedingt zu schützen gilt!

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Pflanze Hecken!

Wilde natürliche Hecken, in Gärten und Parkanlagen, dienen nicht nur als unverzichtbare Kinderstube für Vögel, Kleinsäuger und Insekten, sondern fungieren zudem als nahrhaftes ganzjähriges Schutzrefugium und werden, sofern sie Beeren tragen, besonders gerne und oft besucht!

Florale Vielfalt statt steinerne Monotonie!

Stein- und Schottergärten fungieren als ökologischer Friedhof. Wer den hiesigen Artenreichtum unterstützen möchte, sollte es im Garten grünen und blühen lassen! Eine Kombination aus Obstbäumen, Nutzpflanzen und verschiedenster Blumensorten die zu unterschiedlichen Jahreszeiten blühen, erfreut sich dabei größter Beliebtheit unter den tierischen Gartenbesuchern!

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Vermeide Plastik!

Kunststoffe sind mittlerweile beinahe allgegenwärtig und finden in allen Bereichen unseres Alltages Verwendung. In die Meere und Wälder gelangt, droht unsere Erde mittlerweile zu „plastifizieren“! Mikroplastik, wie es mittlerweile in fast allen Elementen nachgewiesen wird, fungiert als Magnet für Schadstoffe. Beim Einkauf auf die Plastiktüte zu verzichten, verpackungstechnische Alternativen zu wählen und auf eine sorgfältige und adäquate Müllwirtschaft zu achten sind unabdingbare Gebote, angesichts der globalen Plastik-Schwemme, die unsere Natur zu ersticken droht!

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https://www.faz.net/…/alarmierende-bedrohung-was-kann-ich-g…

Es ist an UNS, dem voranschreitenden Artensterben Einhalt zu gebieten und den Lebensraum unserer Mit-Lebewesen zu erhalten und zu renaturieren!

Nur mit konsequenter Anpassung unseres Konsumverhaltens und einem reflektierten und achtsamen Umgang mit den naturgegebenen Schätzen dieser Welt, kann es eine lebenswerte Zukunft für Mensch, Tier & Natur geben!



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