Giftige Blumen für Katz und Hund

Ob zum Muttertag, zum Geburtstag oder als kleine Aufmerksamkeit sind Blumen ein gefragtes Geschenk, das mensch mögen kann oder auch nicht. Für all diejenigen, die diesem Brauch gerne nachgehen, hier ein paar Blumen, welche besser nicht verschenkt werden sollten, wenn du tierische Mitbewohner bei dir hast.

Gesamte Blume

Ob eine Pflanze giftig oder ungiftig für Katzen ist, hängt sehr von verschiedenen Faktoren ab. Allgemein gilt jedoch: Die Menge ist entscheidend. Besonders gefährlich ist die Lilie, da Stängel, Blüte, Blätter und sogar der Blütenstaub giftig sind. Bei dem Adonisröschen sind ebenfalls alle Teile der Pflanze giftig. Genauso wie bei der Calla, dem Fingerhut, dem Rittersporn, der Herbstzeitlosen, der Hyazinthe, dem Oleander, den Maiglöckchen und Pfaffenhütchen. Die Engelstrompete ist nicht nur in allen Teilen giftig, sondern zudem sind vor allem die Wurzeln und die Samen besonders giftig. Diese zwei Pflanzenteile sind auch bei der Christrose gefährlich.  Ein besonders beliebtes Geschenk sind die Kalanchoe, welche jedoch ein Gift enthalten, welches zu spastischen Muskelkrämpfen führt. Auch die Frühlingsblumen Tulpe und Narzisse sind in all ihren Teilen giftig, die Zwiebel jedoch ist am giftigsten. Einige wenige der unzähligen Orchideenarten sind für eure tierischen Mitbewohner giftig, doch diese werden eher selten im normalen Blumenladen verkauft.

Blätter

Die bekannte Heilpflanze Aloe Vera ist vor allem an den Blättern giftig. Bei der Azalee sind es der Blütennektar und die Blätter. Stark giftig gelten Samen und Blätter beim Besenginster. Die Blätter und Stiele des beliebten Einblatts sind giftigEine gefährliche Schönheit ist außerdem die Rhododendron. Sie mag noch so schön sein, mensch sollte lieber auf sie verzichten wenn Haustiere oder kleine Kinder bei einem wohnen, denn ihre Blätter, ihr Nektar und die Pollen sind für Tiere wie für den Menschen giftig. Manche Arten der Chrysantheme schmecken uns Menschen besonders gut im Salat, doch für Tiere sind diese Blumen hochgiftig! Die Blüten, Blätter und Äste sollten nicht in Berührung mit eurem Liebling kommen, also besser auf diese Art verzichten.

Zwiebeln 

Manche Zwiebeln bringen einen nicht nur zum Weinen, sondern sind sogar giftig, so zum Beispiel die der Amaryllisgewächse, des Schneeglöckchens oder der Belladonnalilie. Allgemein sind Zwiebeln für Hunde und Katzen giftig, da deren Inhaltsstoffe die roten Blutkörperchen zerstören und so zur Blutarmut führen können. Auch Osterglocken haben sehr giftige Zwiebeln, enthalten aber in der gesamten Pflanze ebenfalls Giftstoffe.

Knolle & Blüten

Bei dem wunderschön weiß, gelb, blau oder violett leuchtenden Krokus sind die Knolle und der Narbenschenkel für eure tierischen Mitbewohner gefährlich. Die aus Kleinasien stammenden Alpenveilchen besitzen eine für Tiere giftige Knolle. Eisenhut gehört zu den giftigsten Pflanzen Europas. Besonders die Knolle, aber auch die ganze Pflanze, enthält das giftige Alkaloid Aconitin. Schon wenige Gramm können für einen Erwachsenen tödlich wirken, Also Vorsicht!
Die Hortensie bringt ebenfalls eine rötlich, violette Farbe ins Leben, doch ihre Blüten sind leider giftig, und das sogar nachdem mensch sie zum Trocken zwischen zwei besonders dicke Bücher gelegt hat.

Erste Hilfe 

Da es unmöglich ist, alle für Tiere giftigen Pflanzen aufzuzählen, rate ich euch, sich auf jeden Fall beim Blumen kaufen beraten zulassen. Die Verkäufer im Blumenladen haben in der Regel das nötige Fachwissen, um euch zu helfen. So ist mensch immer auf Nummer sicher. Oder mensch schaut einmal auf Listen wie dieser hier nach.
Gerät trotz aller Vorsicht einmal eine giftige Pflanze in euer Heim und ein tierischer Bewohner knabbert daran, kann erste Hilfe geleistet werden. Zuerst sollten alle Pflanzenreste aus dem Maul geholt und dieses gründlich mit Wasser ausgespült werden. Wenn Körperteile mit der Blume in Berührung gekommen sind, diese ebenfalls mit Wasser abwaschen, anschließend das Tier beobachten. Falls dann Vergiftungserscheinungen wie zum Beispiel Erbrechen, Durchfall, schmerzhafte Bauchkrämpfe, erschwerte Atmung, verstärkter Speichelfluss, sinkende Anteilnahme oder Erweiterung/Verengung der Pupillen auftreten, sofort zum Tierarzt gehen. Sind noch Pflanzenreste vorhanden, diese mitnehmen um deren Art bestimmen zu können.

Erfreut sich das Haustier, ungeachtet all der Vorkehrungen, trotzdem noch daran, den schönen Strauß zu essen, sollte das nächste Mal lieber auch dem Tier ein paar ungiftige Blumen wie Lavendel, Geranien, Margeriten, Katzenminze, Veilchen oder Tapetes geschenkt werden oder ihr denkt mal darüber nach, ob euer Liebling nicht unter Langeweile oder mangelnder Bewegung leidet. Vielleicht ist das Problem ja schnell  gelöst, wenn mensch mit ihr oder ihm mehr Zeit verbringt, ein tolles Spielzeug kauft und ganz viel geknuddelt wird.

Achja und falls ihr noch ein Geschenk außerhalb der Blumenwelt sucht, probiert doch einen unserer Kuchenrezepte in der Blogreihe “Tierleidfrei genießen” aus!

 

 



Anouk

Anouk

I’m here, because I don’t want the earth to simply survive or sustain, but to thrive with all of her earthlings.
Anouk

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